Schmerz

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Schmerz (lateinisch dolor) ist eine subjektive Empfindung bei innerer oder äußerer Schädigung des Körpers (ein neurologisches Symptom, zentrale Reizwahrnehmung). Es ist keine Krankheit, sondern häufig das erste Anzeichen einer körperlichen Veränderung oder am Beginn einer Erkrankung im Sinne eines Alarmzeichens - dies gilt für den akuten Schmerz. Chronische Schmerzen gelten als eigenständige Erkrankungen, auch wenn sie oft im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen! Sie können dabei dauerhaft oder häufig wiederkehrend auftreten. Chronische Schmerzen können auch spotnan ohne erkennbare akute körperlliche Veränderung als Ursache auftreten.

Schmerz tritt auch als eines der fünf Kardinalsymptome bei Entzündungen auf.

Schmerz wird wegen seiner Kompexität oft auch als ein Gefühl bezeichnet/wahrgenommen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Schmerzerfassung

Schmerz kann sich auch durch Rückzug, Appetitlosigkeit oder Nausea äussern.

Das Verhalten demenziell Erkrankter bei Schmerzen ändert sich und dies ist Grundlage einer Schmerzskala für nicht kommunikationsfähige ältere Patienten (ECPA). Dabei findet eine Beobachtung in drei verschiedenen Bereichen/Situationen statt:

  • das Verhalten des Patienten außerhalb und
  • während der Pflege sowie
  • deren Auswirkung auf seine Aktivitäten.

[Bearbeiten] Kann man Schmerz messen?

Schmerzen bleiben immer eine subjektive Empfindung. Sie können unerträglich sein, werden individuell empfunden und unterschiedlich bewertet. Selbst Schmerzskalen sind zu einem guten Teil immer subjektiv und nur ein „kleiner Anhaltspunkt“. Bleibt die Frage: Was spüren unsere Patienten/innen die sich nicht mitteilen können? Gar nichts möchte man ausrufen, stimmt aber nicht. Hilfe in diesem Beurteilungsprozess kommt durch Tara Renton (King's College, London). Sie entwickelte ein Verfahren, welches es ermöglicht die Schmerzintensität auf der Grundlage des Sauerstoffgehaltes des Blutes (pO2) zu messen. Durch ein Hirnscan (Arterial Spin Labelling, ASL) wird die Menge des sauerstoffarmen und sauerstoffreichen Blutes im Gehirn gemessen. Das Ergebnis: Je höher die Sauerstoffmenge im Blut, desto intensiver der Schmerz.

[Bearbeiten] Schmerzskalen und Schmerzfragebögen

[Bearbeiten] Schmerzanamnese

(Das Wort Schmerzanamnese kommt vom griechischen Ausdruck für Erinnern, medizin. Anamnese)

Fragen an den Betroffenen allgemein:

Beurteilung des Wundschmerzes im speziellen:

Zu den chronischen Schmerzen Schmerzen werden üblicherweise dann als chronisch bezeichnet, wenn sie länger anhalten. Zu den häufigsten Beispielen dieser Schmerzart zählen Rücken-, Gelenk- und Kopfschmerzen sowie Osteoporose-, Rheuma- und Nervenschmerzen. Im Pflegeheim treten sehr häufig auch die Arthritis und osteoporosebedingte Schmerzen auf. Manchmal haben chronische Schmerzen keine unmittelbar erkennbaren Ursachen / wurden nicht diagnostisch abgeklärt. Bei der Pflege unter chronischer Schmerzen leidender Personen sollte der Grundsatz der systematischen Schmerzlinderung in den Vordergrund gestellt werden (auch gegenüber dem behandelnden Arzt).

Um den Schmerz besser Beurteilen zu können kann der Patient ein Tagesprtokoll oder ein Schmerztagebuch führen.

[Bearbeiten] Schmerztagebuch

[Bearbeiten] Tagesprotokoll

[Bearbeiten] Schmerzanalyse

[Bearbeiten] Schmerzverstärkung

durch:

[Bearbeiten] Nicht medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten des chronischen Schmerzes

[Bearbeiten] Empfindung

Wie sehr der Schmerz identisch ist mit der Schmerzempfindung, läßt sich am Beispiel indischer Fakire erkennen. Deshalb ist es wichtig, mit dem Patienten auch die Einstellung zu Schmerzen zu besprechen.

Die subjektiven Schmerzempfindungen sind abhängig von, z.B.:

Der Schmerz ist nicht objektiv meßbar. Der Patient muß deshalb versuchen, den Schmerz zu beschreiben. Hierzu müssen der Patient und die Pflegekraft die gleiche "Sprache" sprechen. Schmerzen werden individuell war genommen. Sie äussern sich auch individuell. Jeder Schmerz ist ernst zu nehmen und bei Schmerzen ist es wichtig, eine vertiefte Schmerzerfassung zu machen.

In der Praxis hat sich die gezielte Frage bewährt. Von Bedeutung sind folgende Angaben:

[Bearbeiten] Äußerungen des Patienten

"Ein Indianer kennt keine Schmerzen" ist eine der vielen Äußerungen, die Menschen sich in Ihrer Jugend anhören mußten.

Abhängig von der Persönlichkeit und der bestehenden Situation, wird der Patient unter Umständen den Schmerz nicht zugeben. Sollten Hinweise bestehen, daß der Patient Schmerzen hat, sprechen Sie ihn an. Dem Patienten sollte bewußt gemacht werden, daß er Schmerzen haben und sie auch zeigen darf. Es kann hilfreich sein, Patienten die Intensität der Schmerzen auf einer Skala anzeigen zu lassen, z.B. auf einer Skala von null bis zehn (Numerische Rating Skala). Die angegebenen Werte geben Aufschluss über den Erfolg der Schmerztherapie und bei der Abschätzung von Schmerzspitzen, wenn sie regelmäßig dokumentiert werden.

[Bearbeiten] Hinweise für Schmerzen sind

[Bearbeiten] Arten

Es wird unterschieden zwischen chronische- und akute Schmerzen.


[Bearbeiten] Zeitpunkt


[Bearbeiten] Dauer

[Bearbeiten] Lokalisation / Ausstrahlung

[Bearbeiten] Ausstrahlend

Schmerzen fernab der eigentlichen Störung, z.B.

[Bearbeiten] Streng lokalisiert

Schmerzen am Ort der Schädigung, z.B.:

[Bearbeiten] Diffus

Schmerzen, die vom Körperinneren ausgehen, z.B. von den Eingeweiden.

[Bearbeiten] Phantomschmerz

Schmerzhaftes Gefühl in einer nicht mehr vorhandenen (amputierte) Extremität.

[Bearbeiten] Psychogener Schmerz

Sonderfall: Schmerzen bei Neurosen (Konversionsneurose) und Psychosen. Erschwerte diagnostische Zuordnung.Genaue somatische Abklärung wichtig. Vorsicht! Schmerzen werden bei Neurosen als körperliche Erkrankung und Psychosen als psychogen verkannt. Psychosomatik / Psychiatrie

[Bearbeiten] Schmerzbehandlung

Die Linderung von Schmerzen gehört seit je zu den wichtigsten und dankbarsten Aufgaben dessen, der Kranke pflegt. Die leichte Verfügbarkeit von schmerzstillenden Mitteln (Analgetika) hat eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten der Schmerzlinderung verdrängt, und dies nicht nur bei den Pflegenden, sondern auch im Bewußtsein des Patienten. Vor jeder Anwendung eines Schmerzmittels sollten deshalb unbedingt auch andere Möglichkeiten erwogen werden.

Patienten dürfen nur auf ärztliche Anweisung Schmerzmittel erhalten!

[Bearbeiten] Wie können Pflegende sie sinnvoll unterstützen

Wichtigste Voraussetzung: Ein Schmerzpatient ist der Spezialist und die einzige Autorität im Hinblick auf das Vorhandensein und die Art von Schmerzen, da nur er derjenige ist, der den Schmerz fühlt und ihn beurteilen kann. Insofern sollten Pflegende und Therapeuten für alles offen sein, was den Schmerz kontrollieren könnte und all das berücksichtigen, was nach Meinung des Schmerzpatienten effektiv ist. Pflegende können diese Patienten beraten, ihnen wertvolle Tipps geben, sie bei der Therapie partnerschaftlich unterstützen und begleiten.

[Bearbeiten] Pflegende sollten

[Bearbeiten] Kausal

Es wird die direkte Ursache des Schmerzes behoben, z.B.:

[Bearbeiten] Symptomatisch

Der Schmerz wird direkt bekämpft, z. B.:

alternative Heilmethoden (Homäopathie,..)

[Bearbeiten] Nachteile von Schmerzmitteln

[Bearbeiten] Schmerzambulanz für Kinder

In Datteln, Nähe Dortmund, wurde an der Kinderklinik die erste Schmerzambulanz für Kinder eingerichtet. Der Stationsname ist Leutturm. Förderung gab es von dem Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie. Ihr erster Leiter Boris Zernikow ist zugleich Inhaber des weltweit einzigen Lehrstuhls für pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Bücher

[Bearbeiten] Zeitschriften

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Siehe auch

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