Diskussion:Unit-Dose System
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Kopie aus: Diskussion:Pflege heute: „Erst in der letzten "Intensiv" wurde eine Studie beschrieben die schlüssig gezeigt hat, dass durch das Verteilen von Medikamenten, die an zentraler Stelle zusammengestellt wurde, eine deutlich höhere Rate an Medikamentenverwechslungen stattfand als ohne den Weg über den Apotheker. Dies liegt zum einen daran das ein weiteres Kettenglied Arzt <->Pflge<->Apotheker hinzukommt, als auch das der Apotheker den Patient nicht kennt... Wer würde denn seinem Patient der durch systolische Drücke von 80-90 imponiert noch Amlodipin verabreichen, ohne dies zu hinterfragen? Der Apotheker kennt die Blutdrücke des Patienten nicht...-- Dave ✉ 20:15, 20. Dez. 2009 (UTC)“ Eingestellt von: --Kurt 14:13, 8. Jan. 2010 (UTC)
- Für Intensivstationen ist das System zu schwerfällig, da maximal tgl. 2 Mal eine Belieferung durch die Apotheke erfolgt. Manche Klinik-Apotheke könnte selbst das nicht garantieren. Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass durch das Unit-Dose System nur Tabletten erfasst werden. Alle anderen Arzneiformen müssen weiterhin auf der Station verabreicht werden. Die Häufigkeit der erforderlichen Therapieänderungen in der Intensivmedizin, kann dieses System also nicht garantieren.
- Bei normalen Verläufen ist der Patient innerhalb des Flusssystems schneller verlegt. Die Apothekenbelieferung käme also dazu auch noch auf der falschen Station an und müsste zurückgegeben werden.
- Außerdem ist die Logistik viel zu umständlich: Würde man auf der ICU Tabletten verordnen, so müsste der Arzt/ die Ärztin die Verordnung online an den Dosierautomaten (in der Apotheke) schicken. Der würde dann automatisch abpacken. Irgendwie und irgendwann käme dann das Medikament auf die ICU.
- Sollte noch jemand herausfinden, dass durch dieses Verfahren Pflegepersonal reduziert werden könnte, dann wäre komplett „das Pferd von hinten aufgezäumt“ Kosteneffizienz ist ebnen nicht alles! So wichtig diese in dieser Zeit auch ist. --Kurt 15:10, 8. Jan. 2010 (UTC)
Angehörige von alten Patienten berichten, dass diese nicht in der Lage sind die Blister zu öffnen und so während des ganzen Zeitraumes der stationären Behandlung kein einziges verordnetes Arzneimittel einnahmen - und keiner hats gemerkt! (K) 3.6.2010
In einigen Apotheken werden, wegen fehlender Schüttpackungen (1000 St) zur Automatenfüllung die Tabletten aus den Blistern der Umverpackung heraus gedrückt, in den Automaten geworfen und dort erneut, jetzt aber mit Name des Patienten versehen, wieder verblistert. Rationell ist das nicht. Aber es sichert Arbeitsplätze patientenfern in der Apotheke. Von Sinnhaftigkeit und Rationalisierung kann man da wohl nicht sprechen. (K) 3.6.2010