Diskussion:Methicillinresistenter Staphylococcus aureus
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[Bearbeiten] Zur Abkürzungsbedeutung MRSA
Der Eingangssatz des Artikel sowie im Abschnitt Erläuterung sollten die Aussagen korrigiert werden, denn: MRSA steht für Methicillin-Resistenter-Staphylococcus-Aureus. Methicillin gehört zur Gruppe der Beta-Lactamase resistenten Penicilline. MRSA-Stämme produzieren ein verändertes Penicillinbindeprotein, das sie resistent gegenüber alle Beta-Lactam-Antibiotika (Penicilline, Cephalosporine und Carbapeneme) macht. Dies ist die in Kliniken verwendete Bezeichnung. Es stimmt nicht, dass sich dahinter auch eine Vancomycin- oder Glykopeptid-Resistenz verbergen könnte. Ein solcher S.aureus würde der Resistenz entsprechend mit VRSA oder GRSA beschrieben. Ein Linezolid-Resitenter S.aureus entsprechend mit LRSA. Die Vancomycin-Resistenz wurde bisher nur zweimal in den USA (CDC, 2002) beschrieben. In Japan wurden MRSA-Stämme mit verminderter Glycopeptidempfindlichkeit (VISA) beschrieben. Weitere Resitenzen gegen Antiinfektive von MRSA neben Oxacillin sind eine fast vollständige Parallelresistenz gegen Ciprofloxacin und Moxifloxacin (Chinolone) 97%, Erythromycin (Makrolide) und Clindamycin (Lincosamide) ca. 70%, Chloramphenicol ca 56% Quinopristin/Dalfopristin (Streptogramine) 0,05%, Teicoplanin (Glykopeptide) 0,03%. Eine Vancomycin-Resistenz wurde bislang in Deutschland nicht beschrieben. Außerdem werden verschiedene MRSA-Stämme beschrieben, die sich durch unterschiedliche Zusatzresistenzen unterscheiden, z. B.: norddeutscher Epidemiestamm, süddeutscher Epidemiestamm, Hannoverscher Epidemiestamm, Rhein-Hessen Epidemiestamm, Wiener Epidemiestamm, Berliner Epidemiestamm, Barnim Epidemiestamm (Quelle RKI). Nun ist die Frage, inwieweit dies im Artikel Platz finden soll, muss oder kann. Schroboe 11:42, 18. Mär 2007 (CET)