Diskussion:Einlauf in Medizin und Naturheilkunde
Aus PflegeWiki
Hallo,
möchte sich jemand um den "historischen" Teil kümmern, so weit ich weis, gab es ein Bauch zum Thema Klistier/Einlauf, in dem auch der geschichtliche Teil ausführlich beschrieben wurde. Leider weis ich den Titel nichtmehr. --SVI-Helmut 16:08, 4. Aug 2005 (CEST)
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[Bearbeiten] Instilagel als Gleitmittel
Instilagel enthält ein Lokalanästhetikum. Es besteht die Gefahr der (situativen) Inkontinenz. Für diese Behauptung gibt es zwar keine Evidenz, aber da es ein vergleichbares Produkt ohne Lokalanästhetikum gibt (Endosgel) sollte dieses genannt sein. Bei dem Hinweis auf Vaseline als Gleitmittel sollte die Einschränkung - nicht vor endoskopischen Untersuchungen! - wegen Sichtbehinderung - hinzugefügt werden. sruetten 15:22, 18. Aug 2005 (CEST)
- Hallo sruetten, dass ein Lokalanästhetikum wie Instillagel eine Inkontinenz auslösen kann, das ist zwar theoretisch möglich, aber aufgrund der kurzen Wirkungszeit praktisch ausgeschlossen. Instillagel wird übrigens auch genommen, wenn eine Analfissur besteht, um die Schmerzen bei der Stuhlentleerung zu minimieren. Den Hinweis mit der Vaseline werde ich auch mit in den Text aufnehmen. --SVI-Helmut 16:29, 18. Aug 2005 (CEST)
[Bearbeiten] Anleitung für häusliche Einläufe und Kunstgeschichte
Hallo, wozu wird in einem Anleitungsheft ueber Einlaeufe ein historischer Ueberblick gebraucht, eine aegyptologische Hieroglyphen-Analyse ueber das, was die Aegypter mit Kuerbisschalen und hohlen Pflanzenwurzeln alles gemacht haben, und die genaue Zahl der Klistiere die fuer Louis 14 von Frankreich abgerechnet wurden? - Vielleicht um "abfragbares Wissen" fuer Pruefungen und Diplome zusammenzutragen? - Selbst die heutigen Pruefer (Mediziner und nicht Kunsthistoriker) kann ich mir nicht so weltfremd vorstellen.
Ein Ueberblick ueber die Wirkung, die Praxis, die gesetzlichen Vorschriften, und die medizinische und pflegerische Beurteilung der Einlaeufe waere besser und hilfreicher. Siehe zum Beispiel den englisch-sprachigen Beitrag "enema" in "nursing wiki", von dort weiter zu erreichen unter "main page"und "new items". Da wuerden eine Zusammenfassung der Vorschriften fuer Pfleger und eine Aufzaehlung und Definition aller in Deutschland ueblichen Einlauf-Typen (= "abfragbares Wissen") hineinpassen. --Benutzer: Olenus Roeder Juli 2008
Beide Teilbereiche: der professionelle Teil mit den Typen der Einläufe und der mehr private Teil sind jetzt getrennt und prosperieren beide. Ein deutsch-sprachiger Artikel mit Beratung für den privaten Gebrauch wurde inzwischen verfasst und wird anscheinend häufig besucht, siehe Einlauf in Medizin und Naturheilkunde --Benutzer: Olenus Roeder November 2008
Ich habe eine einfache Serie von Illustrationen zu diesem Artikel gezeichnet und als .jpg-Dateien (der leichten graphischen Bearbeitung wegen) dem Dave uebersendet, der freundlichst seine Hilfe angeboten hatte. Nun ist dieses Projekt vermutlich im Festtags-Stillstand, aber es scheint mir, dass die graphische Seite des Pflegewiki Vereinfachungen braucht.--Benutzer: Olenus, 01/04/2009.
Hallo Olenus, wie das genau funktioniert mit den Bildern wird dir hier genau erklärt! Ansonsten: Wink mit dem Zaunpfahl verstanden, Bilder sind drin. -- Dave ✉ 14:59, 5. Jan 2009 (CET)
[Bearbeiten] Instilagel
Hallo, ich möchte ja nicht kleinlich sein, aber das Argument mit der Einwirkzeit ist angesichts der vorgegebenen Einwirkzeit bei indizierten Anwendungen nicht stichhaltig. Und es gibt halt ein Präparat ohne Lokalanästhetikum.
sruetten 16:14, 22. Aug 2005 (CEST)
- Hallo, es geht ja auch nicht um die Einwirkzeit vom Lokalanästhetikum, sondern darum wielange die Wirkung anhält. Bei Instillagel z.B. ist die Wirkungsdauer mit etwa 20-40 Minuten also eher kurz. Ich selber verwende das Instillagel schon lange als Gleitgel bei der Irrigation (bin selber Stuhlinkontinent) und konnte keine nachteilige Wirkung nach der Irrigation in Form von ungewolltem Stuhlabgang feststellen. Der Einlauf hat ja zum Ziel, den Darm zu entleeren und wenn da nichtsmehr drinnen ist, dann kommt es auch nicht zum ungewollten Stuhlabgang. Darum kann ich mir auch in Anbetracht der relativ kurzen Wirkungsdauer des Lokalanästhetikums eine Nebenwirkung in Form einer Stuhlinkontinenz nicht vorstellen. --SVI-Helmut 19:34, 22. Aug 2005 (CEST)
[Bearbeiten] Hydrostatisch vs. hydrodynamisch vs. osmotisch
Mmmh ich habe das jetzt mal so verändert, wie ich es am "richtigsten" halte. Ich denke mal das das ganze ähnlich dem HAES-Prinzip der Kolloidalen Lösung ist, sprich hoher osmotischer Druck in der Flüssigkeit zwingt Flüssigkeit mit niedrigeren Druck zur Diffusion?!? Weiß es jemand besser? Dave 12:19, 3. Nov 2007 (CET)
Soweit ich das Argument verstehe, hat Dave recht: Hydrostatischer Druck ist von der Schwerkraft abhaengig. Er existiert in kommunizierenden Fluessigkeiten mit verschiedener Hoehe des Wasserspiegels. Der Einlauf ist ein Schulbeispiel des hydrostatischen Druckes: beim Einlauf ist der Wasserpiegel im Irrigator hoeher als im Darm des Patienten. Der hydrostatische Druck treibt den Einlauf in den Patienten. Alle Stadt-Trinkwasser-Systeme benutzen den hydrostatischen Druck.
Hydrodynamischer Druck ist etwas komplizierter. Vielleicht genuegt es zu wissen, dass die Flussgeschwindigkeit in einem Schlauch oder Darmrohr vom Innendurchmesser des Absperrhahnes und damit vom hydrodynamischen Druck abhaengt.
Osmotischer Druck herrscht zwischen zwei kommunizierenden Fluessigkeiten mit Unterschied in der Konzentration von Ionen oder geloesten Substanzen, auch wenn beide Wasserpiegel gleich hoch sind. Wasser wandert von dem Bereich mit niedriger Konzentration in den Bereich mit hoeherer Konzentration. Der osmotische Druck verduennt die hoehere Konzentration. Ein Einlauf mit reinem Wasser verduennt die physiologische Salzloesung im Koerper durch Osmose oder Wanderung der Wasser-Molekuele durch die Darmwand hindurch. Der osmotische Druck ist vom Einlauf (im Darm) in den Koerper hinein gerichtet. Ein Microclist besteht aus konzentrierter Salzloesung, die sich durch Osmose durch die Darmwand hindurch aus der weniger konzentrierten Koerperfluessigkeit verduennt. Der osmotische Druck ist vom Koerper in das boese Microclist hinein gerichtet. Um einen osmotischen Druck von Null einzuhalten, werden fuer Einlaeufe haeufig physiologische Salzloesungen empfohlen.
[Bearbeiten] Psychologie?
Das mit der Belastung und der Intimsphäre ist gerne akzeptiert. Aber für die Behauptung kann die wissenschaftliche Psychologie nichts: "Aber die oft gehörten und selten notierten Bemerkungen der Patienten beim Einlauf und nach der Entleerung sollten beachtet und systematisch studiert werden."
Ist diese Formulierung nicht etwas übertrieben, wenn sie mit pflegerischem Alltag in Beziehung gesetzt wird? Meine Meinung, entschuldigt bitte, n3, 14:18, 28. Feb. 2009 (UTC) :-))
Antwort vom Verfasser Olenus, 03/24/2009: Das ist wohl ein guter Einwand, vorausgesetzt, dass pflegerischer Alltag und professionell gezielte Fragen und Antworten grundsaetzlich verschieden sind. Aber das kann ich nicht beurteilen, weil ich kein psychologisches Fachwissen habe.
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Wie bitte kommt man auf diese Seltsamkeit mit dem religiösen Katechismus? Zum einen haben sich die Leute auch früher nicht immer an Dinge gehalten, die von leuten kommen die keine Ahnung vom Thema haben (katholische Priester und Sex. Okay, ich könnte jetzt Anspielungen zu Messdienern machen, aber sonst erscheint es mir nicht so, als ob solche Dinge groß Einfluss aufs Sexleben der Leute gehabt haben-zumindest nicht so direkt. Meine Oma ist auch recht christlich, versuchte aber da auch nicht päpstlicher zu sein als der Papst^^
Wie wäre es eher damit, dass es was mit Scham zu tun hat? Da gibt es sicher seitenlange Untersuchungen zu warum popo und genitale schambehaftet sind und es ungebührlich erscheint dies nackend irgend einem "dahergelaufenem" zu präsentieren (als ob man sich als Bepflegter den Pfleger immer aussuchen könnte.. es muss ja alles huschschnell gemacht werden,da ist selten Zeit für "die ist mir unsympathisch, die kenne ich nicht, das will ich nicht" Klar, in guten Betrieben..)Und so eine Position kann extrem entwürdigend empfunden werden. Wenn der Pflegling dann trotzdem mitmacht weil er den Pfleger als Autorität sieht, die schon weiss, was gut ist, dann ist das nicht so supi fürs vertrauensverhältnis, Ich bin selbst nicht so wirklich gschamig, würde aber auch kaum meinen Hintern und meine Genitalregion hoch aufreckend jemandem fremdes ins Gesicht zu halten. Um soweit zu kommen brächte es wirkliches vertrauen und das ist nicht so einfach da. Natürlich bedeutet auch Pflege waschen und ggf applizieren von medikamenten im Intimbereich, aber da ist trotzdem scham. Außerdem glotzt man beim waschen oder auch beim helfen auf der toilette nicht so hin-bzw ist es einfach nicht so extrem exponiert.
Diese Körperteile sind nun oftmals entweder mit Schmutz assoziiert-Kot und urin und zudem eben auch Sexualorgane-also etwas, das für den Partner gedacht ist und nur hergzeigt wird, wenn es wirklich notwendig erscheint. Manchmal kommt beides zusammen, die Genitalregion war "bähbäh" in der Erziehung, eine Tabuzone über die niemals offen geredet wurde.(Dies kann seine Ursache nun durchaus in dem kirchlichen Einfluss haben) Daher ist diese Bereich schambelastet und ihn so dermassen plakativ zu präsentieren ist eine immense Überwindung. Ich bin sehr frei erzogen worden, habe meine Eltern nackt gesehen, auf der toilette und im bad, habe selbst überhauot keine probleme mit nacktheit-auch vor fremden, also Fkk wäre kein problem und trotzdem würde ich solch position nicht einnehmen, weil ich mir dort schrecklich würdelos vorkäme. Egal was der Pfleger denkt, egal wie professionell er ist es geht ja um de scham und mit dr ist man alleine. Es wäre also Aufgabe, irgendwie herauszufinden, wie man den menschen diese scham schrittweise nehmen kann-oder einfach erleichtern.
Abhilfe schaffen könnte z.b ein mittellanger weiter Rock, den man nach einführen des "endstückes" über die region legt. sowas kann man ja waschen und es würde glaube ich die situation entspannen.
Mich wundert eh, dass es nicht einen lernbereich gibt, wie man menschen die scheu und die scham nehmen kann.. Das ist in der pflege wichtig-finde ich.
Ich denke, das du hier sicher nicht Unrecht hast, warum pflegst du deine durchaus guten Gedanken nicht in den Artikel ein?--Dave 23:50, 1. Nov. 2011 (CET)
[Bearbeiten] Aber Hallo?
Der Einlauf wird betrachtet als vernünftige Hilfe bei der Absurdität des Analverkehrs von sonst vernünftig scheinenden jungen Frauen mit ihren männlichen Freunden.
--> wasn das fürn Schmarrn? Absurdität des Analverkehrs von sonst vernünftig scheinenden...?oO
OK, gestrichen, ein erklaerender Satz ist nicht ausreichend, also besser weg mit dem Schmarrn: Olenus