Diskussion:Diabetisches Fußsyndrom
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Hallo !
Ich habe Artikel zur Sauerstofftherapie bei Gangränen gefunden. Hierbei soll durch erhöhte Sauerstoff zufuhr die Nekrose gestoppt werden, sodass Amputationen verhindert werden können.
Ist zufällig jemandem Bekannt wie diese Therapie verlaufen soll ? Sprich: Über welchen Zeitraum wird hier Sauerstoff verabreicht? Ist hierbei ausschließlich eine Inhaltation vorgesehen ? Wenn ja wieviel Prozent werden gegeben ? Wird zusätzlich eine medikamentöse Delatation vorgenommen ?
Danke für Posts und Gedanken.
- Du meinst die hyperbare Sauerstofftherapie HBO. Dabei kommen Patienten (nicht nur mit diabetischem Fuß, auch andere schlecht verheilende Wunden o.ä.) in eine Druckkammer, atmen dabei hyperbaren Sauerstoff, der durch die veränderten Druckverhältnisse besser ins umliegende Gewebe transportiert wird. Ich mach mich aber noch mal schlau und stelle einen Artikel rein. -Plüschlabi 01:42, 28. Jan. 2009 (UTC)
- AFAIK ist das nicht mehr sonderlich aktuell, ausserdem gibts es nur relativ wenige Druckkammern in der BRD (im Verhältnis zu DFS-Patienten....)
Wikipedia sagt hierzu:
[Bearbeiten] Grundsätzliches
Die hyperbare Sauerstofftherapie ist als insgesamt umstrittene Behandlungsform anzusehen. Dies gilt insbesondere für Deutschland, aber auch in anderen Ländern und Gesundheitssystemen ist die Anwendung der HBO nicht unumstritten. Dies ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen (Reihenfolge ohne Wertung):
- Für viele Indikationsgebiete existieren zur Zeit keine nach den Maßstäben der evidenzbasierten Medizin qualitativ hochwertigen Studien (idealerweise: prospektiv, randomisiert, kontrolliert, doppel-verblindet).
- Die Strukturen der HBO in der Bundesrepublik Deutschland mit Einrichtungen vorwiegend in privater Trägerschaft bedingen finanzielle Notwendigkeiten, die einer rein wissenschaftlich gesteuerten Erkenntnisgewinnung nicht hilfreich sind.
- Die Verfügbarkeit von Einrichtungen zur HBO ist limitiert. Folgerichtig gestaltet sich die Balancierung von Untersuchungsgruppen infolge beispielsweise Transportzeiten schwierig.
- Die hohen Kosten einer solchen Therapie infolge Vorhaltung (24 Stunden zumal) von Technik und Personal wirken auf die Durchführung von Studien nicht förderlich (hoher Finanzeinsatz für ungewisse Ergebnisse notwendig).
- In den einzelnen Ländern haben sich unterschiedliche Indikationsspektren etabliert, trotz Konsensfindungen über Indikationsgebiete auf nationaler und supranationaler Ebene.
- Hieraus resultieren zum Teil beträchtliche Unterschiede in der Erstattung der Kosten einer HBO-Therapie
Außer bei den klassischen Indikationen wie Dekompressionsunfall, arterielle Gasembolie, Kohlenmonoxydvergiftung, ist die Anwendung der HBO ist bei allen sonstigen gelisteten Indikationen in der Diskussion. Insoweit kann die nachfolgende Tabelle nur einen Stand des Wissens zum angegebenen Zeitpunkt widerspiegeln, zumeist auch mit unterschiedlichen Auffassungen, welche aus der mangelnden Qualität (Betrachtung unter methodischen Gesichtspunkten) der Daten herrühren.
Nach ständiger Rechtsprechung der obersten bundesdeutschen Gerichte (Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht) muss die Aufklärung des Patienten auch die Information beinhalten, dass die hyperbare Sauerstofftherapie umstritten ist. Die Aufklärungspflicht ist dabei entsprechend dem zu behandelnden Krankheitsbild so aufzufassen, dass auch Behandlungsalternativen aufgezählt werden. Die Behandlungsalternativen schließen die Möglichkeit des Beobachtens oder keiner Intervention ein (siehe hierzu auch Spontanheilungsrate bei der Erkrankungen Tinnitus und Hörsturz). Hinsichtlich des Umfanges der Aufklärungspflicht ergibt sich zwischen der hyperbaren Sauerstofftherapie und anderen medizinischen Maßnahmen kein Unterschied (umfassende Aufklärungsverpflichtung). Dies schließt die Information über die Situation hinsichtlich der Kostenerstattung (oder der nicht erfolgenden Kostenerstattung) durch Krankenversicherungsträger ein.
[Bearbeiten] Gesicherte Anwendungsgebiete
Nach gegenwärtigem Stand des Wissens kann die HBO für folgende Indikationen als zusätzliche Therapiemaßnahme gelten, da hier die verfügbare Evidenz auf einen Nutzen schließen lässt. Somit sind diese Anwendungsfelder als leicht bis mäßig umstritten anzusehen.
- Schwere Kohlenmonoxid-Vergiftung (Zeit bis zur Behandlung darf maximal 24 Stunden betragen) [1] [2] [3]
- Gasbrand-Infektion
- Luft- oder Gasembolie, entweder traumatisch oder iatrogen
- Dekompressionserkrankung
- Neuroblastom Stadium IV Rezidive [4] [5] [6] [7]
- Überbrückung von akuten Blutverlusten bei Ablehnung einer Bluttransfusion, etwa aus religiösen Gründen
Alle Indikationsfelder bedürfen einer Behandlung mit mehreren Therapieelementen. Die Behandlung allein mit HBO ist nicht korrekt. (Stand: April 2006)
[Bearbeiten] Wahrscheinliche Anwendungsgebiete
Bei nachfolgenden Anwendungsgebieten spricht die gegenwärtige Wissenlage (oder Evidenzlage) für einen Einsatz der HBO als zusätzliche Behandlung.
Diese Anwendungsfelder sind nach Stand des gegenwärtigen Wissens als mäßig umstritten anzusehen.
- Chronische Osteomyelitis des Unterkiefers (keine akute!), welche nicht auf eine Standardtherapie angesprochen hat
- Schlecht heilende Wunden (nach Ausschöpfung der konventionellen Therapien), unter anderem bei Diabetes mellitus und bei Durchblutungsstörungen
- Nebenwirkungen einer Strahlentherapie mit Wunden oder Organschäden an Haut, Blase oder Enddarm[8][9]
- entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) mit schweren Fistelbildungen, die sich nicht auf eine Standardtherapie bessern
- minderdurchblutete, gefährdete Haut- und Weichteiltransplantate, die nicht ohne Weiteres operativ versorgt werden können
(Stand: April 2006)
-- Dave ✉ 10:27, 28. Jan. 2009 (UTC)
- Hallo, Dave!
Das ist so ausführlich, warum machst Du daraus keinen Artikel? HBO ist doch wirklich einen Eintrag wert. Plüschlabi 00:39, 29. Jan. 2009 (UTC)