Diskussion:Atmung

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bestandteile

Die Zusammensetzung der Ausatemluft stimmt nicht. Hier ist noch H2O enthalten. Das dürften etwa ebenfalls 4-5 Vol % sein. pgz49 13.Feb.2006

[Bearbeiten] Beschreibung der Atmung

Habe mal einen Anlauf unternehmen, diesen Teil auch in einfachem Deutsch zu formulieren. Hier zum Vergleich beide. Ich finde, dass es durchaus beide Varianten neben einander geben kann. Das haben wir allerdings bisher noch nie so gemacht. Andere Meinungen? (n3, 17:10, 26. Feb. 2009 (MEWZ))


[Bearbeiten] Beschreibung mit der notwendigsten Fachsprache

Am Beginn der Einatmung (Inspiration) zieht sich das Zwerchfell etwas zusammen (und senkt sich dabei; = Bauch- oder Zwerchfellatmung). Die gleichzeitige Brustatmung besteht aus dem Anheben der Rippen. Dazu müssen sich die Zwischenrippenmuskeln verkürzen. Durch die beiden entgegengesetzten Bewegungen wird das flexible Lungengewebe aus einander gedehnt. Dadurch sinkt der Druck im (leeren) Lungengewebe. Luft kann durch die Luftröhre einströmen.

Bei größerem Sauerstoffbedarf (körperliche Anstrengungen) werden weitere Atemhilfsmuskeln benutzt. Die Brustmuskeln können den Brustkorb (die Rippen) noch weiter anheben. Die aufgestützen Arme können als feste Muskelposition diese Bewegung noch verstärken. Es kann noch mehr Luft eingeatmet werden.


Bei der Einatmung (der Sog-Wirkung) wird irgendwann der Moment erreicht, in dem der Sog nach innen und der Luftdruck außen um den Körper herum gleich hoch sind. Dann ist die Einatmung beendet (Druck-Volumen-Beziehung = Boyle-Mariottesches Gesetz). Die Lunge ist weitgehend mit frischer Luft gefüllt. Mit der Luft in den Alveolen findet dabei der Gasaustausch mit den Gasanteilen im Blut statt, das langsam in Blutgefäßen in den Wänden um die Alveolen herum strömt.


Zur Ausatmung (Exspiration) entspannt und hebt sich wieder das Zwerchfell. Der knöcherne Brustkorb senkt sich zugleich; ebenfalls durch Entspannung der Zwischenrippen-Muskulatur. Das hat zur Folge, dass sich das elastische Lungengewebe zusammenzieht. Dabei wird die Luft in Richtung Mund ausgepresst.

Die Unterscheidung von Bauchatmung mit dem Zwerchfell bzw. Brustatmung versucht zu beschreiben, dass manche Menschen stärker durch Anspannen des Zwerchfells einatmen bzw. bei der Brustatmung die Arbeit des knöchernen Brustkorbs dabei stärker betont ist. Auf jeden Fall benutzt jeder Mensch zunächst beide Mechanismen gleichzeitig. Bewußt ist es dem Menschen möglich, eine der beiden Techniken (auch abwechselnd) stärker zu benützen. Bei der Geburtsvorbereitung von Schwangeren wird auf dieser Möglichkeit aufgebaut.


Hier weggelassen: Erfolgt die Exspiration mit Gewalt, so spricht man von forcierter Exspiration (z. B. bei der Reanimation). Dabei kontrahieren sich zunächst die Mm. intercostales interni, es können aber auch diverse andere Atemhilfsmuskeln zum Zuge kommen.)

[Bearbeiten] Beschreibung mit extensiver Fachsprache

Das Atmen beginnt bei der Einatmung (Inspiration) in der Regel mit der Interkostalmuskulatur bzw. dem Zwerchfell. Bei der Brustatmung kontrahieren sich die Musculi intercostales externi (äußere Zwischenrippenmuskeln). Dabei wird der Brustkorb angehoben und erweitert, wodurch die Lunge, die, selbst ausgekleidet mit der Pleura visceralis (oder pulmonalis), über den Pleuraspalt mit der Pleura parietalis des Bruskorbs in Verbindung steht, mitgedehnt wird. Dadurch sinkt der Druck in der Lunge.

Nach größeren Anstrengungen können zur erleichterten Atmung weitere Atemhilfsmuskeln beigezogen werden, z. B. die Brustmuskeln. Dies machen sich Sportler nach einem intensiven Rennen zu Nutze, indem sie sich mit den Armen zum Beispiel an einer Mauer aufstützen: ihre Arme sind dann fixiert (Punctum fixum) und somit ziehen die Brustmuskeln nicht die Arme zum Brustkorb, sondern umgekehrt den Brustkorb zu den Armen, die Rippen werden angehoben und die Lunge füllt sich mit Luft.

Nach der Druck-Volumen-Beziehung (Boyle-Mariottesches Gesetz) muss aber nun bei Änderungen des Drucks - sofern die Nasenlöcher bzw. der Mund offen sind und mit der Außenwelt in Verbindung stehen - das Volumen isobar (d. h. bei gleichem Druck) zunehmen. Die Lunge füllt sich, die Inspiration ist beendet.

Bei der Zwerchfellatmung senkt sich das Zwerchfell lediglich durch Kontraktion (das Zwerchfell besteht aus Muskelgewebe) und bewirkt somit eine Dehnung beider Lungenflügel nach unten.

Entsprechend dem Druckgefälle der Gase Sauerstoff und Kohlendioxid findet der Gasaustausch zwischen Luft in der Alveole und den Gasen im darum herum zirkulierenden Blut der Lungengefäße statt. Das sauerstoffangereicherte Blut wird weiter zum linken Herzen angesaugt.

Die Ausatmung (Exspiration) geht zumeist passiv vonstatten, denn nach der Inspiration ist die Lunge samt Brustkorb so weit gedehnt, dass darin elastische Verformungsarbeit gespeichert ist (ähnlich einer Feder, die zunächst gespannt und dann losgelassen wird), die der Lunge die "verbrauchte" Luft austreibt.

Erfolgt die Exspiration mit Gewalt, so spricht man von forcierter Exspiration (z. B. bei der Reanimation). Dabei kontrahieren sich zunächst die Mm. intercostales interni, es können aber auch diverse andere Atemhilfsmuskeln zum Zuge kommen.


Vorausgesetztes Wissen:

Ob das im Artikel auch als Bedarf genannt wird?



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