Diskussion:Angst
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[Bearbeiten] Grundformen der Angst nach Riemann
Habe einen Abschnitt wieder eingefügt (allerdings in abgeänderter Form), der vor einiger Zeit ohne Begründung komplett entfernt wurde. --Birgit 16:16, 29. Apr. 2010 (UTC)
- Hallo Birgit, du hast den Abschnitt über "Die vier Grundformen der Angst" nach Riemann so eingefügt, als sei es ein gängiges psychologisches oder psychiatrisches Konzept zur Angst (von mir hier die Querverweise zur Wikipedia). Dem ist nicht so. Es ist eine tiefenanalytische Betrachtungsweise, die auch in der freudschen Psychoanalysten-Schule bis heute vollkommen vereinzelt dasteht.
- Sein Konzept der Persönlichkeit, sie in schizoide, depressive, zwanghafte oder hysterische Persönlichkeits-Anteile zu unterteilen ist allerdings in einer Zeit der EBM und Wissenschaftlichkeit deshalb in dem Sinne gefährlich, weil sie falsche Assoziationen zu oder gar Gleichstellung mit den in den Adjektiven genannten Krankeitsbildern in ihrer heute üblichen Definition hervorruft. Zumal, wenn hier ganz auf den gesamten psychoanlytischen Hintergrund der Entstehung dieser Deutung der Angst bei Riemann von dir und dem ersten Autor verzichtet wird. Zitat aus dem Artikel "Es seien aber in jeder Persönlichkeit unterschiedlich gewichtete Züge dieser "Typen" zu erkennen."
- Übrigens ist dieses Konzept nicht aktuell. Direkt gesagt, man könnte es eine veraltete subjektive Ansicht Riemanns nennen. Auch aus Riemanns Sicht. Da wäre ja sein Buch über die Astrologie als Lebenshilfe noch aktueller. Ich weiß nicht, warum du dieses Konzept nun neben Peplau als einzige theoretische Fundierung der Emotion Angst oder der krankhaften Störung Angst (und dann noch so verkürzt) anbieten willst?
- Noch ein Übrigens: der Titel Riemanns wurde im Februar 2010 bei WP von einem Benutzer nachträglich eingefügt (TK), ohne irgendeinen Bezug zum Artikeltext oder eine sonstige Begründung.
- Das Mindeste, was wir als "Lexikon" tun müssen, wäre ein recht großes Warnschild davor, dass hier keine wissenschaftlich begründete Darstellung folgt (ich meine sogar, dass sie nicht begründbar ist). Mit den heutigen Behandlungskonzepten bei den (durchaus auch lebensbedrohlichen) Angststörungen hat das überhaupt nichts zu tun. Ich hielte es für gut, wenn du deine Formulierungen erst mal zurückziehst und sie evtl. soweit überarbeitest, dass solche in meinen Augen berechtigte und notwendige Kritik beim Lesen/für den Lesenden durch unsere Textgestaltung ermöglicht wird. Es ist nicht die Aufgabe anderer Autoren diesen "Text" nachträglich zu verbessern. Freundlich aber bestimmt - --n³, --> ✉ (8:45 Uhr, 30. Apr. 2010)
- Gerade gestern sprach ich mit einer Psychologie-Studentin, die mir bestätigte, dass gerade der Titel "Die vier Grundformen der Angst" als Klassiker gilt, auf den immer noch in der Lehre Bezug genommen wird; mir bekannte Psychotherapeuten arbeiten (u.a.) auch auf dieser Grundlage. Ich werde mal in aktueller Literatur nach "haltbareren" Belegen als diesen mündlichen Aussagen suchen. Wenn wir auf "evidence-based"-Psychologie warten wollen, dürfen wir uns zu dieser Thematik fast gar nicht äußern, denn "messen" kann man in diesem Bereich kaum etwas.
- Ließen wir nur EBM gelten, dann müssten auch weitere medizinische Aussagen und ganze Artikel 'rausfliegen, denn nur etwa 20 bis 30% der ärztlichen Interventionen sind in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich belegt --Birgit 08:29, 30. Apr. 2010 (UTC)
- Nachtrag zur letzten Aussage: siehe hier, für die Pflege gilt eine Schätzung von nur 0,05% belegter Wirksamkeit (Beleg hierfür werde ich auch noch nachreichen) --Birgit 08:42, 30. Apr. 2010 (UTC)
- Nachtrag: Zitat von Christel Bienstein in "Die Hospiz-Zeitschrift" Nr.43 2010/1, S.18: "Schätzungen gehen davon aus, dass im Gegensatz zur Medizin, die über 15 bis 20% evidenzgesicherten Wissens verfügt, die Pflege sich nur auf 0,05% gesichterten Wissen stützen kann."
- Zu den weiteren Kritikpunkten: # Nicht nur am "Riemann"-Abschnitt sind weitere Ergänzungen notwendig, der ganze Artikel muss überarbeitet werden, auch ich schaffe das nicht an einem Tag komplett und bitte da um Geduld - das Problem kennst Du doch auch. In der Regel bleibe ich bei meinen Bearbeitungen auch am Ball. # Peplau hat eine aktuellere Theorie, aber zu einer anderen Thematik, nämlich nicht - wie Riemann - die der Angstursachen und -auswirkungen auf das Verhalten, was durchaus Relevanz hat als verdeckte Angstsymptome. # Im Artikel geht es eben nicht nur um die (pathologischen) Angststörungen, sondern in erster Linie um die ganz alltägliche Angst, die uns in verschiedensten Formen begegnet, eben auch in den Verhaltensweisen und geäußerten Ansichten verschiedener Persönlichkeiten. # Die Aussagen über Riemanns eigene Sicht kenne ich nicht, finde ich auch nicht relevant, wenn er selbst sich später der Astrologie zuwandte (wohl seine persönlich bevorzugte Art der Angstbewältigung, mit der er selbst gute Erfahrungen gemacht hat). # Warum ich das unbedingt anbieten will? Zum Einen habe nicht ich den Abschnitt ursprünglich eingestellt, zum Anderen habe ich bisher noch kein besseres (und verständlicheres) Theoriewerk zu diesem Thema gelesen. --Birgit 09:29, 30. Apr. 2010 (UTC)
- Nachtrag: Hier eines von vielen Vorlesungsverzeichnissen deutscher Universitäten, an denen man sich immer noch mit Fritz Riemann beschäftigt , was natürlich kein Beleg dafür ist, dass seine Erkenntnisse 1:1 übernommen werden, aber auf jeden Fall in die akademische Ausbildung miteinfließen und eine gewisse Anerkennung erfahren. Beim Googeln trifft man auf diverse Haus- und Seminararbeiten sowie auf ärztliche Psychotherapeuten, die sich u.a. auf Riemann berufen. --Birgit 11:19, 30. Apr. 2010 (UTC)
- ... und noch etwas: Ich halte PW nicht für ein "Lexikon", sondern für eine Sammlung allen Wissens, das in irgendeiner Form für die pflegerische Arbeit relevant ist. Insofern habe ich bei meiner praktischen Arbeit auch schon von Riemanns Theorien profitiert (und "meine" Patienten sicher auch - was ich allerdings nicht beweisen kann). --Birgit 13:35, 30. Apr. 2010 (UTC)
- Hallo, da ich in dem Kassel-Veranstaltungsverzeichnis "unseren" Riemann nicht gleich gefunden habe, hae ich auch bei Google nachgesehen. So oft, wie du sagst, tauchen da nur andere Riemanns auf, ein lebender Psychologe, ein Mathematiker und div. andere. Riemann+Angst ??? ist die Frage. Wobei ich ja gar nichts gegen ein analytisches Konzept habe. Aber nicht bei der psychiatr. Störung. M. E. Bei allem Respekt, wenn du aus der Beschäftigung mit ihm viel gelernt hast, du verstehst hoffentlich meine Kritik im Zusammenhang mit der Persönlichkeit. Dem Bild von Persönlichkeit. Und vielleicht muss ich mehr von ihm statt über ihn lesen. LG -- n³, :-) --> ✉ 17:08, 30. Apr. 2010 (UTC)