Disease-Management-Programm

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"Disease-Management-Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Patienten. DMP sollen durch gezieltes Versorgungsmanagement in Form standardisierter Behandlungs- und Betreuungsprozesse dazu beitragen die Behandlung chronischer Erkrankungen über deren gesamten Verlauf zu verbessern. Sie sollen Beeinträchtigungen durch die Erkrankung lindern und Folgerkrankungen reduzieren. Ziel ist es, die Behandlung über die Grenzen der einzelnen Leistungserbringer hinweg zu koordinieren, eine bedarfsgerechte und wirtschaftliche Versorgung sicherzustellen und bestehende Versorgungsmängel (Über-, Unter- und Fehlversorgung) abzubauen. Die Programme basieren auf wissenschaftlich gesicherten aktuellen Erkenntnissen (medizinische Evidenz)." [1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Vorteile einer Teilnahme am DMP Diabetes

[Bearbeiten] Regeln für die Teilnahme am DMP

[Bearbeiten] Kritik

  1. "Ob teure und dokumentationsaufwendige Disease-Management-Programme (DMP) das medizinische Ergebnis von Teilnehmern verbessern, ist unklar. Die Arbeitsgruppe um Roland Linder stellt im aktuellen Heft des Deutschen Ärzteblatts (Dtsch Arztebl Int 2011; 108[10]: 155–62) ihre Ergebnisse vor."[3]
  2. Das sächsische Modell: Das von 2000 bis 2002 praktizierte Sächsische Diabetes-Betreuungsmodell war ein außerordentlich wirksames Beispiel zur flächendeckenden Betreuung von Diabetikern. Zu diesem Schluss gelangten die 2008 international publizierten Evaluationsergebnisse.Fazit: „Veränderungen gehen nur in kleinen Schritten und immer nur im Schulterschluss mit den Beteiligten(Patient, Arzt, Disease Management) keinesfalls gegen sie und niemals allein durch Top-down-Programme. Die Basis für fruchtbare Kooperationen sind sektorenübergreifende Leitlinienempfehlungen sowie Qualitätszirkel, Einfachheit, keine Sanktionen, sondern Bonus bei Überweisung und die Anwendung des Bottom-up-Prinzips. Die große Chance liegt nun darin, Erfahrungen, internationale sowie auch die sächsischen, positiv zu nutzen und statt der längst überholten DMPs gute und tragfähige integrierte Chronic-Care-Konzepte zu entwickeln, umzusetzen und zu entwickeln.“[4]
  3. Diabetes-Fachgesell­schaften betonen Bedeutung von DMP: [1]
  4. Chronisch Kranke profitieren von der koordinierten Betreuung im Rahmen eines Chronikerprogramms (Disease Management Programm, DMP). Zu diesem Ergebnis kommt der gerade erschienene DMP-Qualitätsbericht 2010 für die Region Nordrhein. „Die Patienten profitieren bei DMP von einem hohen Grad an koordinierter ärztlicher Betreuung und individueller Schulung im Umgang mit ihrer Krankheit“, sagte Bernhard Brautmeier, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein und Vorsitzender der Gemeinsamen Einrichtung DMP in Nordrhein. Weiterlesen... [5]

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.kbv.de/6041.html
  2. aerzteblatt.de am 1.4.20011
  3. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45031/Krankheiten_teuer_verwalten.htm
  4. PD Dr. med. habil. Ulrike Tothe: Diabetes: Paradigmenwechsel im Disease Management, Heilberufe, 6/2011, 18-21
  5. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50013
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