Dehydratation
Aus PflegeWiki
Eine Dehydratation (Hypohydratation) ist eine Störung des Wasserhaushaltes aufgrund von Flüssigkeitsmangel im extrazelluären Raum (außerhalb der Zellen) des Körpers. Dies kann durch mangelnde Flüssigkeitszufuhr, durch Flüssigkeitsverlust oder durch Stoffwechselstörungen verursacht sein. Im Ausnahmefall können mehrere Ursachen zusammenkommen. Es besteht die Gefahr einer Austrocknung (Exsikkose) und eines akuten Kreislaufversagens, wenn einer Dehydratation nicht rechtzeitig entgegengewirkt wird.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Einteilung
Eine Dehydratation wird durch das Verhältnis von Wasser und Natrium in drei Arten unterteilt:
- hypotone Dehydratation: Der Natriumverlust ist größer als der des Wassers, die Plasmaosmolarität ist vermindert.
- isotone Dehydratation: Flüssigkeitsmangel bei einem ausgewogenem Verhältnis von Natrium und Wasser.
- hypertone Dehydratation: Der Wassermangel ist größer als der des Natrium, die Plasmaosmolarität ist erhöht.
[Bearbeiten] Symptome
Mögliche Symptome einer Dehydration sind:
- zunehmende Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit, Antriebshemmung
- Schläfrigkeit
- Schwindel- und Schwächegefühle
- Tachykardie
- Hypotonie = niedriger Blutdruck
- Obstipation
- reduzierter Hautturgor
- trockene Zunge und Schleimhäute
- starkes Durstgefühl
- Fieber
[Bearbeiten] Ursachen
Verschiedene Symptome von Krankheiten wie starkes Schwitzen, Durchfall und Erbrechen, aber auch Umgebungsfaktoren wie große Hitze und trockene Heizungsluft können eine Dehydration fördern. Daneben wirken manche Arzneimittel dehydrierend, insbesondere bei bekanntem Missbrauch von Abführmitteln oder während einer forcierten Diurese (gesteigerte Urinausfuhr) sollte die Einfuhr- und Ausscheidungsmenge beobachtet werden. Dementiell Erkrankte vergessen manchmal das regelmäßige Trinken und sind daher besonders gefährdet.
[Bearbeiten] Behandlung
- Ursachen- oder Symptombehandlung
- Trinken fördern: Aufforderung oder Anleitung zum häufigen Trinken kleiner Mengen (oder Einnehmen angedickter Flüssigkeit bei Schluckstörung), gegebenenfalls Unterstützung anbieten
- bei höheren Salzverlusten mit entsprechenden Speisen Ausgleich schaffen, z.B. Brühe anbieten
- bei nicht ausreichender oraler Flüssigkeitszufuhr eventuell parenterale Verabreichung von Infusionen
[Bearbeiten] siehe auch
- Hitzetote
- Wasser-Haushalt
- Elektrolyt-Haushalts
[Bearbeiten] Literatur
- Bettina Rath: "Prophylaxe. Trinkfest". In: Altenpflege 03/2006, S. 50-53. (Pflegebedürftige Menschen vor einer allmählichen inneren Austrocknung zu bewahren erfordert vom Personal gute Pflegeorganisation, viele Anstrengungen und Einfallsreichtum. Das "Alzheimer Tageszentrum" in Wetzlar beugt einer möglichen Austrocknung vorbildlich mit einem Pflegestandard vor und erhielt deshalb den "Altenpflegepreis 2006")
Bitte beachten Sie auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!