Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

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Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COLD - chronic obstructive lung disease bzw. COPD - chronic obstructive pulmonary disease) ist ein Sammelbegriff für Krankheiten, welche Auswirkungen in der Lunge haben und die Atemwege einengen (obstruieren). Dies führt dazu, dass der Patient einerseits nicht genügend Sauerstoff (O2) einatmen kann, auf der anderen Seite aber vor allem nicht genug Kohlendioxid (CO2) abatmen kann, was zur Atemdepression führen kann.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bezeichnung

Die Bezeichnung "COPD/COLD" ist etwas schwer abzugrenzen, weil von verschiedenen Krankheitsbildern (z.B. Bronchitis, Emphysem, Asthma) jeweils nur Untergruppen dazu gehören. Zusätzlich erschwert wird die Diagnosestellung "COPD" dadurch, dass sie in der Literatur oft falsch oder ungenau verwendet wird. Es geht dabei jeweils um die lebensbedrohende Form, in der die Atmung massiv und zum Teil sehr akut eingeschränkt wird. Die Sauerstoffaufnahme ist durch die Einengung in der Bronchien oder Alveolen stark eingeschränkt.

Die Ursachen für die COPD liegen in dem jeweils dazugehörigen Krankheitsbild. Die Symptome sind als Symptome bei eingeengten Atemwegen zu verstehen, welche die verschiedenen Krankheitsbilder gemeinsam haben können.

[Bearbeiten] Krankheitsbilder

Wie erwähnt gehören Untergruppen von verschiedenen Krankheiten zu den COPD-Krankheiten:

- irreversible Erweiterung der Alveolen, hervorgerufen durch , Asthma bronchiale, Bronchiektasen - Folge ist die zerstörung der Alveolarwände

[Bearbeiten] Ursachen

Die Ursachen für ein COPD sind je nach zugrunde liegendem Krankheitsbild verschieden:

[Bearbeiten] Symptome

Die Symptome beziehen sich auf die Auswirkungen der Obstruktion und sind deshalb allen Krankheitsbildern gemein:

Die oben genannten Symptome sind abhängig von der Lebensweise des Patienten und können sich durch folgende Faktoren zusätzlich verschlechtern:

[Bearbeiten] Folgen/Komplikationen

Eine COPD kann folgende Auswirkungen haben:

[Bearbeiten] Diagnostik

In der Diagnostik geht es vor allem darum, die Grunderkrankung des Patienten zu ermitteln, um ihn entsprechend therapieren zu können. Es werden folgende Methoden eingesetzt:

[Bearbeiten] Therapie

Inhalatoren zur Inhalationstherapie

Oberstes Therapieziel ist es, die Grunderkrankung in den Griff zu bekommen. Oftmals (gerade beim Lungenemphysem) sind die bereits angerichteten Schäden jedoch irreversibel, so dass es vor allem darum geht, die Lebensqualität des Patienten zu erhöhen und eine weitere Verschlechterung des Zustands zu vermeiden. Wichtige Massnahmen sind:

[Bearbeiten] Pflege

Bei COPD-Erkrankten gibt es ein breites Spektrum an Anforderungen an die Pflege. Im Vordergrund stehen:

[Bearbeiten] Husten & Abhusten

Für die Lunge des Patienten ist es sehr wichtig, Sekret abzuhusten. Antitussiva (hustenstillende Mittel) sind deshalb höchstens zur Nacht angezeigt, damit der Patient besser schlafen kann. Tagsüber kommen Expektorantien, welche sekretolytisch (sekretlösend) wirken, zur Anwendung, um dem Patienten das Abhusten von Sekret zu erleichtern. Unproduktiver Husten muss vermieden werden, weil er die Bronchien mürbe macht, die Luftnot fördert, die Schleimhäute reizt und den Bronchospasmus fördert. In der Unterstützung beim Husten gibt es für die Pflegenden folgende Möglichkeiten:

[Bearbeiten] Atmen und Atemnot

Akute Atemnot löst beim Patienten ein Gefühl des Erstickens und somit grosse Angst aus. Es ist deshalb wichtig, ihn in solchen Momenten zu unterstützen und ihm auch zu zeigen, welche Massnahmen er treffen kann, wenn er zu Hause einen Anfall von Atemnot hat. Zudem soll ihm das Atmen im Alltag und in Belastungssituationen erleichtert werden.

Atemerleichterung:

Massnahmen bei akuter Atemnot:

=> siehe auch Massnahmen unter Atemnot

[Bearbeiten] Patientenedukation

Die COPD ist eine chronische Krankheit, mit welcher der Patient den Rest seines Lebens verbringen wird. Es ist deshalb von grosser Wichtigkeit, dass der Patient lernt, mit seiner Krankheit umzugehen. Die Patientenedukation umfasst sechs Komponenten. Darunter sind jeweils Beispiele für die Anwendung der Komponente auf das Krankheitsbild der COPD angegeben.

Auch wenn der Patient bereits seit einigen Jahren mit einer COPD lebt, sollte bei einem Spitaleintritt trotzdem ein umfangreiches Gespräch über den Umgang mit seiner Erkrankung stattfinden. Besonders dann, wenn der Patient sich nicht an die verordnete Therapie hält oder er Fragen hat.

[Bearbeiten] siehe auch:

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

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