Gesundheitsministerium

Aus PflegeWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Gesundheitsministerium wird die Behörde bezeichnet, die als oberste Behörde für die Verwaltung des Gesundheitswesens zuständig ist. In der Bundesrepublik wurde auf der Bundesebene die Verantwortlichkeit für das Gesundheitswesen 1961 aus dem Innenministerium bzw. dem Ministerium für Arbeit und Soziales in ein eigenständiges Bundesministerium für Gesundheit ausgegliedert.

Zuständigkeit und Politikfelder[Bearbeiten]

In der föderal strukturierten Bundesrepublik Deutschland gibt es für weite Bereiche der Gesundheits- und Sozialpolitik ein Nebeneinander von Bundes- und Landesgesetzen und der entsprechenden Verwaltung.

Auf Bundesebene ist das Gesundheitsminsiterium zuständig für Fragen der Gesundheitsversorgung, der Kranken- und Pflegesicherung, für die Themen Arzneimittel, Medizinprodukte und Biotechnologie sowie für Fragen der Prävention, des Gesundheitsschutzes, der Krankheitsbekämpfung und der Biomedizin. Zu diesen Fragen werden Gesetzesentwürfe, Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften erarbeitet.

Dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit sind das Robert-Koch-Institut, das Paul-Ehrlich-Institut, das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugeordnet, über die es die Fach- und Dienstaufsicht führt.

Beim Bundesgesundheitsministerium sitzen auch die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und die Beauftragte der Bundesregierung für Drogenfragen.

Auf Länderebene besteht seit Jahrzehnten meistens eine Verknüpfung der Aufgaben Gesundheit und Soziales in einem Ministerium. Das hatte auf Bundesebene wahrscheinlich deshalb keine Parallele, weil das Gebiet der Rentenversicherung (Lange Zeit Teil des Arbeitsministeriums) schon allein ein sehr großes Gewicht (personell und finanziell) im Aufgabenkatalog des Bundes hat.

Amtsinhaber auf Bundesebene[Bearbeiten]

in Deutschland:

  • 1961 - 1966: Dr. Elisabeth Schwarzhaupt (CDU)
  • 1966 - 1972: Käte Strobel (SPD. Ab 1969 als Bundesministerin für Jugend, Familie und Gesundheit)
  • 1972 - 1976: Dr. Katharina Focke (SPD)
  • 1976 - 1982: Antje Huber (SPD)
  • 1982 - 1982: Anke Fuchs (SPD)
  • 1982 - 1985: Dr. Heiner Geißler (CDU)
  • 1985 - 1988: Prof. Dr. Rita Süßmuth (CDU)
  • 1988 - 1991: Prof. Dr. Ursula Lehr (CDU)
  • 1991 - 1992: Gerda Hasselfeldt (CSU)
  • 1992 - 1998: Horst Seehofer (CSU)
  • 1998 - 2001: Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen)
  • 2001 - 2009: Ulla Schmidt (SPD)
  • 2009 - 2011: Dr. med. Philipp Rösler (FDP)
  • seit 12. Mai 2011: Daniel Bahr (* 4. November 1976 in Lahnstein (FDP). Zuvor war er seit 2009 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Gesundheit.
  • seit 17. Dezember 2013 Hermann Gröhe (CDU)

In der DDR (1949-1990) waren Minister zuständig für das Gesundheitswesen: Max Sefrin, Ludwig Mecklinger, Jürgen Kleditzsch.

Arbeit und Soziales auf Länderebene[Bearbeiten]

Veränderungen am Beispiel Baden-Württemberg[Bearbeiten]

Baden-Württemberg soll als Beispiel für die Geschichte eines Landesministeriums betrachtet werden. Es ist eines von 10 Ministerien in der Landesverwaltung des Bundeslandes Baden-Württemberg. Von 1952 bis 1968 hieß es "Ministerium für Arbeit", dann "Ministerium für Arbeit und Soziales", ab 1976 "Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung", ab 1984 "Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Frauen und Sozialordnung", ab 1992 "Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Sozialordnung", ab 2001 "Sozialministerium" und seit April 2005 wieder "Ministerium für Arbeit und Soziales", in dessen Geschäftsbereich jeweils Gesundheitsfragen lagen.

  • Landesminster von 1952 bis heute: Erwin Hohlwegler, Josef Schüttler, Walter Hirrlinger, Annemarie Griesinger, Dietmar Schlee, Barbara Schäfer, Helga Solinger, Dr. Erwin Vetter, Dr. Friedhelm Repnik, Tanja Gönner, Andreas Renner (bis Jan 2006), Dr. Monika Stolz (CDU, bis Mai 2011), Katrin Altpeter (SPD, Altenpflegerin, Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren)

Landesgesundheitsbehörden bzw. Sozialministerien[Bearbeiten]

Die Adressen und der www-Auftritt der jeweiligen Landesgesundheitsbehörde bzw. Sozialministerien (Minister oder vergl. Verantwortlicher):

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
  • Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg
  • Heinrich-Mann-Allee 107
  • 14473 POTSDAM
  • Tel.: 0331/21283
  • MASGF Brandenburg - Min. Dagmar Ziegler
Bremen
Hamburg
  • Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales der Freien und Hansestadt Hamburg
  • Winterhuder Weg 29
  • 22085 HAMBURG
  • Tel.: 040/291881
  • hamburger behörde - Sen. Birgit Schnieber-Jastram (2. Bgm.)
Hessen
  • Hessisches Ministerium für Jugend, Familie und Gesundheit
  • Dostojewskistraße 4
  • 65187 WIESBADEN
  • Tel.: 0611/8170
  • sozialministerium.hessen - Min. Silke Lautenschläger
Mecklenburg-Vorpommern
  • Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern
  • Werderstraße 124
  • 19055 SCHWERIN
  • Tel.: 0385/5770
  • sm.mv - Min. Manuela Schwesig
Niedersachsen
  • Niedersächsisches Sozialministerium
  • Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz 2
  • 30159 HANNOVER
  • Tel.: 0511/1201
  • ms niedersachsen - Min. Mechthild Ross-Luttmann
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Franz-Josef-Röderer-Straße 23
  • 66119 SAARBRÜCKEN
  • Tel.: 0681/5011
  • [1] - Min. Andreas Storm
Sachsen
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit und Familie des Landes Sachsen
  • Carolaplatz 1
  • 01097 DRESDEN
  • Tel.: 0351/59900
  • http://www.sms.sachsen.de - Staatsministerin Christine Clauß (CDU)
Sachsen-Anhalt
  • Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt
  • Wilhelm-Höpfner-Ring 4
  • 39116 MAGDEBURG
  • Tel.: 0391/56707
  • http://www.ms.sachsen-anhalt.de - Min. Dr. Gerlinde Kuppe
Schleswig-Holstein
  • Minister für Soziales, Gesundheit und Energie des Landes Schleswig-Holstein
  • Brunswiker Straße 16 - 22
  • 24105 KIEL
  • Tel.: 0431/5965000
  • sozmi.landsh - Min. Dr. Gitta Trauernicht
Thüringen

Weblinks[Bearbeiten]

Informationen zu den Sozialministerien bei Wikipedia:

die entsprechenden Landesministerien:

In Österreich:

Österreich, Bundesministerium für Gesundheit[Bearbeiten]

1972 - 1996 gab es ein Bundesministerium für Gesundheit und diverse andere Aufgaben. Von 1997 - 2007 gab es das Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Seit 2007 gibt es das Bundesministerium für Gesundheit.

Die seit 2007 als Bundesministerium für Gesundheit (kurz "BMG" oder "Gesundheitsministerium") bezeichnete österreichische Verwaltungseinrichtung des Bundes ist zuständig für das Gesundheitswesen, weiters für Angelegenheiten der Krankenversicherung, das Veterinärwesen, Nahrungsmittelkontrolle und Gentechnologie. In der derzeitig amtierenden Bundesregierung Faymann ist Alois Stöger (SPÖ) Bundesminister für Gesundheit.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

National, BRD[Bearbeiten]

National, Österreich[Bearbeiten]

Europäische Kommission[Bearbeiten]

Siehe auch bei

  • Europäische Kommission - Generaldirektion für Beschäftigung, soziale Angelegenheiten und Chancengleichheit -> Leitseite