Appendizitis

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Die Appendizitis ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes und keine "Blinddarm"-Entzündung, wie sie in der Umgangssprache fälschlicherweise genannt wird.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ursache

[Bearbeiten] Symptome einer akuten Appendizitis


[Bearbeiten] Komplikation

Eine akute Appendizitis ist mit einer Inzidenz von 7 bis 12% der häufigste Notfall in der Abdominalchirurgie und sollte daher bei der Differentialdiagnose akuter Abdominalbeschwerden stets in Betracht gezogen werden, da sonst z.T. schwerwiegende Komplikationen die Folge wären:

[Bearbeiten] Diagnostik

Zur diagnostischen Abklärung einer akuten Appendizitis stehen keine speziellen Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Die Diagnose stützt sich auf die Anamnese und die körperliche Untersuchung.

Die akute Appendizitis ist eine progrediente Erkrankung, und wiederholte Untersuchungen über einen Zeitraum von 6 bis 12 Stunden führen in der Regel zu einer Klärung des verwirrenden klinischen Bildes. Bei abklingender oder veränderlicher Symptomatik ist eine sorgfältige Verlaufskontrolle vertretbar.

Bei Patienten mit der klassischen Symptomatik einer akuten Appendizitis bereiten Diagnose und Therapie keine Schwierigkeiten. Die Appendizitis kann jedoch mit atypischen Symptomen in Erscheinung treten bzw. bei Kindern oder älteren Patienten diagnostische Schwierigkeiten bereiten. Patienten, deren Symptomatik mit einer Appendizitis im Frühstadium vereinbar ist, bei denen jedoch der typische Druckschmerz fehlt, sollten sorgfältig überwacht und engmaschig untersucht werden.

Bei Patienten mit verwirrendem klinischem Bild, das jedoch mit einer akuten Appendizitis vereinbar ist, hat sich die Laparoskopie als nützlich erwiesen. Die Laparoskopie ist vor allem dann aufschlußreich, wenn eine akute Appendizitis differentialdiagnostisch von akuten Erkrankungen des Beckens (z.B. akute Salpingitis oder stielgedrehte Ovarialzyste) abgegrenzt werden muß. Die Laparoskopie gestattet den zuverlässigen Nachweis von Erkrankungen der Beckenorgane. Darüber hinaus kann während der Laparoskopie bei etwa zwei Drittel der Patienten der Wurmfortsatz inspiziert werden. Sofern eine Inspektion des gesamten Appendix möglich ist und der Wurmfortsatz keine pathologischen Veränderungen zeigt, kann eine Appendizitis ausgeschlossen werden. Bei akuter Appendizitis stellt man unter Umständen ein Ödem oder eine Entzündung bzw. eine Verklebung des Netzes mit dem akut entzündeten Wurmfortsatz fest. Falls die Appendix laparoskopisch nicht einsehbar ist und keine anderweitigen Erkrankungen festgestellt werden, die das klinische Bilderklären, ist eine Laparotomie indiziert. In ausgewählten Fällen kann bei unklarer Symptomatik ein Bariumkontrasteinlauf diagnostisch von Nutzen sein. Der Nachweis einer Raumforderung in der Umgebung der Appendix und die fehlende Kontrastdarstellung der Appendix bestätigen die Diagnose einer akuten Appendizitis. Falls eine Kontrastmittelfüllung der Appendix aufgezeigt werden kann, ist die Diagnose einer akuten Appendizitis unwahrscheinlich. Gelegentlich kann bei Entzündungen, die nur den distalen Anteil der Appendix betreffen, eine teilweise Füllung mit Bariumkontrastmittel beobachtet werden.

[Bearbeiten] Therapie

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