Bestatter

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Ein Bestatter (oder auch Beeerdigungs-, Bestattungsunternehmen) ist ein Unternehmer, der sich im Auftrag der Bestattungspflichtigen gewerbsmäßig um die Bestattung einer Leiche kümmert. Der Bestatter übernimmt die Versorgung des Verstorbenen (Bergung, Transport und Überführung, Einkleiden, Einbetten, Aufbahrung) und das Vorbereiten, Organisieren und Durchführen der Bestattung (Organisation der Trauerfeier, Erdbestattung oder Feuerbestattung mit anschließender Beisetzung der Asche). Darüber hinaus erbringt er auf Wunsch weitere Dienstleistungen, wie das Erledigen von Behördengängen, die Benachrichtigung von Angehörigen, das Organisieren der Grabpflege etc. Das Bestattungswesen ist in Deutschland durch die Bestattungsgesetze der Länder (BestG) geregelt. Der Beruf der Bestattungsfachkraft ist ein gesetzlich anerkannter Ausbildungsberuf.


Bedeutung für die Hinterbliebenen[Bearbeiten]

Wenn ein Mensch verstorben ist, stehen für die Hinterbliebenen viele Aufgaben an, die sie neben der eigenen Trauer bewältigen müssen. Es gilt u.a. die Beerdigung zu organisieren und Behördengänge zu unternehmen. Hier kann der Bestatter den Hinterbliebenen viele ihnen unbekannte Arbeiten abnehmen und ihnen damit ermöglichen, dass sie Zeit und Raum finden zu trauern.

Ein Bestatter wird von den Hinterbliebenen, die für die Bestattung zu sorgen haben, beauftragt. Er übernimmt zunächst eine beratende und unterstützende Funktion. Die Hinterbliebenen entscheiden jeweils, welche Aufgaben der Bestatter übernehmen soll und welche nicht. Sie können es dem Bestatter überlassen, den Ablauf der Trauerfeier festzulegen, wenn dies ihnen hilft, sich auf die eigene Trauer zu konzentrieren. Das Bestattungsunternehmen kümmert sich auf Wunsch komplett um die Aufgaben, die mit der Durchführung der Bestattung usw. zusammenhängen.

Aufgabenbereiche[Bearbeiten]

Die folgenden Angaben sind alles mögliche Aufgaben, die ein Bestatter übernehmen kann.

  • Mitteilung an das zuständige Standesamt
  • Meldung des Todesfalles an mögliche Versicherungen, Ärzte,
  • Erstellung und Produktion von Druckartikeln wie Trauerkarten oder Anzeigen in Zeitungen
  • Organisation der Trauerfeier/Beerdigung (Trauerredner, Ort, Blumen, Kränze, Musik etc.)
  • Kosmetische Versorgung und Einkleiden des Verstobenen
  • Auswahl des Sarges
  • Organisation einer möglichen Aufbahrung

Bedeutung für die Pflege[Bearbeiten]

Verstirbt ein Mensch in einer stationären Pflegeeinrichtung oder ein Betreuter in der ambulanten Pflege, ist zunächst zu beachten, dass die Hinterbliebenen die freie Wahl eines Bestatters haben. Teilweise haben die Verstorbenen selbst zu Lebzeiten bereits einen Bestatter ausgewählt und mit diesem einen Bestattungsvertrag abgeschlossen. Pflegekräfte dürfen die Hinterbliebenen nicht zu einem bestimmten Bestatter drängen. Ihre Aufgabe ist es, den Bestatter auf Wunsch der Hinterbliebenen zu benachrichtigen und diesen dann soweit nötig und möglich zu informieren oder zu unterstützen.

Oftmals fragen die Hinterbliebenen, ob ein Bestatter empfohlen werden kann. Nach einiger Zeit in der Pflege und nach einigen Kontakten mit Bestattern kennt man vielleicht ein Bestattungsunternehmen, zu dem besonders viel Vertrauen besteht oder dessen Arbeit man besonders schätzt. Den Hinterblieben jedoch auf dieser Grundlage einen Bestatter zu empfehlen, kann Probleme nach sich ziehen. Sind die Hinterbliebenen z.B. nicht mit dessen Arbeit zufrieden, kann dies vielleicht auf die eigene Person oder die Einrichtung projiziert werden. Am besten hat man ein paar Telefonnummern von Bestattern in der näheren Umgebung parat und übergibt diese dann den Hinterbliebenen.

Die Hinterbliebenen können auch wünschen, dass die Versorgung des verstorbenen Menschen (des Leichnams) vom Bestatter durchgeführt wird und nicht durch das Pflegepersonal. Einem solchen Wunsch ist natürlich Folge zu leisten.

Ausbildung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]