Beschwerde

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Eine Beschwerde ist die artikulierte Unzufriedenheit eines Kunden mit einem Produkt oder einer Dienstleistung. Sie ist eine Bezugsgröße des Fehlermanagements ein und als solche von erheblicher Bedeutung für die Optimierung von Strukturen und Prozessen im Qualitätsmanagement.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vier Merkmale einer Beschwerde

  1. Eine Beschwerde ist in der Regel eine vom Kunden ausdrücklich vorgebrachte Reklamation eines Produktes oder Kritik an einer Dienstleistung
  2. Ob darin auch gesagt, wer etwas getan hat oder daran möglicherweise (Mit-)Schuld trägt, ist für eine Beschwerde nicht unbedingt erforderlich.
  3. Sie muss mündlich oder schriftlich so vorgetragen werden , dass die betreffende Institution oder Person (= Addressat) davon Kenntnis erhält.
  4. Ausgesprochen wird eine Beschwerde kommunikationstheoretisch vom Kunden (auch bei einer innerbetrieblichen Beschwerde gilt die beschwerdeführende Abteilung als Kunde; auch Angehörige können sich an Stelle des Kunden beschweren).

[Bearbeiten] Umgang im Einzelfall

Der Umgang im Einzelfall ist eine Frage der persönlichen Kritikfähigkeit - die Wahrnehmung der Kritik und die Reaktion darauf, sowie das Reflektieren und die Bereitschaft zum Lernen aus Fehlern oder Kommunikationsmängeln.

Falsch ist in der Regel eine emotionale Verteidigungsreaktion. Empfohlen wird, innerlich einen Schritt zurückzugehen, nachzufragen und darüber zu informieren, wie mit der Beschwerde nun weiter umgegangen wird. Einen Fehler stillschweigend zu beseitigen ist dagegen nicht das geeignete Mittel, weder um den aktuellen Mißstand zu korrigieren noch um in Zukunft einen solchen Fehler zu vermeiden.

[Bearbeiten] Umgang als Unternehmen

Eine Kundenbefragung nach Zufriedenheit oder Kritikpunkten kann schon im Vorfeld zur Fehlereindämmung beitragen.

[Bearbeiten] Beschwerdemanagement

Ein systematisches Beschwerdemanagement umfasst Regeln zu vielen Aspekten, die den Mitarbeitenden bekannt sind / sein sollten:

[Bearbeiten] Ziele

Ziele eines Beschwerdemanagements sind:

Beschwerdemanagement ist eine Führungsaufgabe. Sie dient der Qualitätssicherung. Denn für Kritik sollte sich die Institution bedanken, weil es den Versuch darstellt, Verbesserungen zu erreichen. Manche Beschwerde verliert sich nutzlos im Nirwana der Zuständigkeiten oder der mangelnden Kritikfähigkeit einzelner Mitarbeitenden.

Beschwerdemanagement ist nicht der innerbetriebliche Umgang mit Fehlern von Mitarbeitenden oder Führungspersonen - das wäre Personalführung. Auch nicht die Beseitigung von Fehlern der Lieferanten (inner- oder außerbetrieblich). Auch nicht der Umgang mit Beschwerden von Mitarbeitenden über andere Mitarbeitende oder Kunden.

[Bearbeiten] Beispiel einer Städtischen Beschwerdestelle

Die Stadtverwaltung Magdeburg hat im Oktober 2009 eine Beschwerde- und Schlichtungsstelle für Probleme in der Altenpflege eingerichtet.

Unter anderem äußerte der dortige Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit Hans-Werner Brüning: „Nicht selten sehen Betroffene davon ab, auf Missstände aufmerksam zu machen, sei es aus Unkenntnis über zuständige Stellen oder aus Angst vor negativen Konsequenzen. Eine Verbesserung der Pflegequalität ist aber nur im Dialog mit allen Beteiligten zu erreichen.“

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks



Wikipedia-logo.png vgl. Wikipedia: "Beschwerdemanagement"


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