Benutzer:N3/Das Grippe-Projekt

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Das Grippe-Projekt ist der Entwurf einer gemeinsamen Aktion von Sozialstationen, Gesundheitsamt und Pflegeschulen in einem Landkreis zur ersten Behebung eines massiven Personalausfalls in der ambulanten Versorgung während einer Infektperiode im Winter 2008/2009 in einem lange nicht gekannten Ausmaß.


Der Grundgedanke dabei war die vorübergehende und fest begrenzte Reduzierung des Unterrichts an den beteiligten Pflegeschulen dafür zu nutzen, die ambulante pflegerische Versorgung im Einzugsbereich durch den Einsatz der dadurch zum Teil frei werdenden Arbeitskapazität der Schülerinnen und Schüler abzusichern.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Ausgangslage

Gegeben ist ein Landkreis mit xxx.000 Einwohnern und einem regelmäßigen Anteil von x Prozent an pflegebedürftigen Personen daran auf einer Fläche von xx Quadratkilometern.

In dem Landkreis sind 6 Sozialstationen für diese pflegebedürftigen und die akut zusätzlch hinzugekommenen Patienten/Klienten tätig. Drei Pflegeschulen mit ca. 240 Auszubildenden bilden für diesen stationären und ambulanten Einzugsbereich aus. Bei den Schülerinnen und -ern selbst beträgt Mitte Februar die Ausfallquote etwa 25 bis 30 Prozent.

Nachdem bereits über einen mehrwöchigen Zeitraum durch Infekt-Erkrankungen (vor allem durch Grippe und banale Infekte, aber auch durch Noro-Viren, Lungenentzündungen) die Sozialstationen in vielen Gebieten Deutschland personell bis an die Grenze ihrer Belastungen kamen, häuften sich einerseits die Anforderungen nach Pflege und andrerseits die Ausfällte des Stamm- und Aushilfspersonals der örtlichen Sozialstationen so sehr, dass diese nur noch die allernotwendigsten Maßnahmen (Insulin-Injektionen, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Verbände, Medikamentenüberwachung und akute ärztliche Verordnungen) mit ihrem verbleibenden Personal durchführen konnten. Die Versorgung mit der Unterstützung bei Körperhygiene und Nahrungszubereitung war nicht mehr im vollen bisherigen Umfang zu gewährleisten.

Daraufhin schlossen sich die Sozialstationen und Pflegeschulen zusammen, um einen Personalpool aus Pflegeschülerinnen und -ern zu bilden, mit dem die nächstwichtigen Pflegemaßnahmen der täglichen Grundversorgung (Teilwäschen, Mobilisation und Prophylaxen) in der Fläche des Kreisgebiets aufrecht erhalten werden konnten.

[Bearbeiten] Organisatorischer Rahmen

Die drei Schulleitungen treffen mit den Leitungen der stationären Einrichtungen (das sind in der Regel die Arbeitgeber der Schülerinnen), der Sozialstationen und dem örtlichen Gesundheitsamt die erforderlichen arbeitsrechtlichen Vereinbarungen.

Die Teilnehmer der beiden Leitungslehrgänge an diesen Schulen und die Lehrkräfte der Schulen bilden das zusätzliche organisatorische Personalreservoir um die tägliche Koordination zwischen den einzusetzenden Schülerinnen, den beteiligten Institutionen und den Sozialstationen zu leisten. Dieser Einsatz wird bei den Leitungslehrgangsteilnehmerinnen auf die erforderlichen Praktika ihrer Weiterbildung angerechnet.

Die Sozialstationen können täglich eine maximal vereinbarte Anzahl von Schülerinnen für die Dauer von 2 bis 4 Stunden als Bedarf anmelden. Dies melden die Sozialstationen täglich bis 15 Uhr an die Koordinationsstelle: die Zahl von Einsatzpunkten und deren Lage im Kreisgebiet. Donnerstags erfolgt die Meldung bereits für das ganze Wochenende. Einre Nachmeldung ist am Samstagmittag möglich. Bis um 18 Uhr wird jeweils von der Koordinationsstelle festgestellt, ob das umsetzbar ist und ob zusätzliche Fahrten für den Transport der Schülerinnen bis zu den vereinbarten Treffpunkten zwischen 7:45 und 8:15 erforderlich sind. Diese werden erforderlichenfalls mit den Beteiligten vereinbart.

[Bearbeiten] Der geplante Tagesablauf

Für die Schülerinnen der beteiligten Schulen entfällt für zunächst zwei Wochen der reguläre Unterricht. Einmal pro Woche findet ein projektbezogener Unterrichts-Nachmittag für diese Schülerinnen in kleinen Gruppen dezentral statt. Der Einsatz im Rahmen dieses Projekts erfolgt nur an den ausgefallenen Schultagen - an den übrigen Wochentagen findet die Praktische Ausbildung ganz nach Plan in den üblichen Praktikumsstellen statt.

Die Schülerinnen und Schüler treffen sich an ihren Schultagen gemäß der telefonischen Absprache am Vortag zwischen 7:45 und 8:15 mit den MitarbeiterInnen der anfordernden Sozialstationen, die sie in die vorgesehenen Pflegearbeiten einweisen. Ein Teil der Schülerinnen hat bereits bei den beteiligten Sozialstationen ein Praktikum im Rahmen ihrer Ausbildung absolviert und ist mit den örtlichen Gegebenheiten dadurch etwas bekannt. Insbesondere haben diese Sozialstations-Mitarbeiterinnen auf eine ausreichende Ausstattung mit Wasch- und Desinfektionsutensilien vor Ort zu sorgen. Dazu siehe .....

Für Schülerinnen und Schüler, die auf diese Weise kein besonderer Einsatz zustande kommt gilt die Verpflichtung zur Teilnahme an der Praktischen Ausbildung in den für sie üblichen Praktikumsstellen (das bedeutet in der Regel eine volle Arbeitsschicht).

[Bearbeiten] Projektbezogene Unterrichts-Nachmittage

Es wird Unterricht zur ambulanten Versorgungsstruktur, den Hygienemaßnahmen bei den Infektionskrankheiten und zu rechtlichen Fragen der ambulanten Versorgung in Kleingruppen angeboten. Dazu entwickeln die Lehrkräfte gemeinsam mit den Teilnehmerinnen der Leitungslehrgänge Unterrichtsmaterial-Pakete, die einen dezentralen Unterricht ermöglichen. Dieser wird entsprechend der Struktur der beteiligten Schule an drei Nachmittagen in den Schulräumen und in Klassenräumen von drei allgemeinbildenden Schulen dezentral für jeweils eine kleinere Gruppe Schüler aus verschiedenen Jahrgängen gemeinsam gehalten. Dadurch können auch Schülerinnen Unterrichtsangebote erhalten, die aufgrund der geänderten Schulzeiten keine Fahrtmöglichkeit in die zentral gelegenen Berufsschulen hätten.

Der Unterrichtsausfall in den Projektwochen wird damit zunächst stundenmäßig etwa um ein Fünftel bis zu einem Drittel reduziert. Je nach Kalkulation der Unterrichtsstunden kann es notwendig werden von der Schulaufsichtsbehörde den Erlass der Stunden zu beantragen. Durch einen zusätzlichen Nachmittag nach Ende der Projektwochen könnte der Unterrichtsausfall evtl. weiter reduziert werden. Das Problem dabei wäre allerdings, dass dies für die beteiligten stationären Einrichtungen einer zusätzlichen Belastung mit Stunden aus "ihrem" Praxiseinsatz gleichzusetzen wäre.

[Bearbeiten] Die beabsichtigte weitere Abwicklung

[Bearbeiten] Wäsche und Pflegeutensilien, Kooperation mit ...

[Bearbeiten] Dokumentation, Begleitung des Projekts

[Bearbeiten] Weblinks

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