Altenpflege

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Seniorin

Der Ausbildungsberuf Altenpflege beschäftigt sich mit der Pflege und Betreuung von alten Menschen in ihren Wohnungen (durch ambulante Dienste, wie z. B. Sozialstationen und ambulante Pflegedienste) oder in Alten- und Pflegeheimen. Angehörige dieses Berufs sind aber auch in Rehakliniken, Tagesstätten oder in geriatrischen Krankenhäusern tätig.

Definition[Bearbeiten]

Altenpflege ist als Berufsfeld ein Teilbereich der Altenhilfe; eine Profession im Gesundheitswesen mit sozialpflegerischen und pflegerischen Aufgaben, Begleitung, Betreuung, Beratung und Versorgung von gesunden und kranken alten Menschen unter Berücksichtigung und Einbeziehung der körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse des Einzelnen. In den vergangenen Jahren zählt jedoch auch häufig die Pflege jüngerer Menschen zu den Aufgaben eines/ einer Altenpflegers/Altenpflegerin.

Die Altenpflege hat viele Gemeinsamkeiten mit der Gesundheits- und Krankenpflege. Der Beruf des Altenpflegers ist - im Gegensatz zum Krankenpflegeberuf - noch relativ jung und in der Gesellschaft weniger bekannt. Altenpfleger erfahren zur Zeit eine Professionalisierung ihres Berufsbildes, indem sie sich zunehmend gegenüber anderen Pflegeberufen abgrenzen und so zu einem einheitlichen Berufsbild gelangen. Eine eigenständige Ausbildung zum Altenpfleger gibt es europaweit übrigens nur in Deutschland und in Österreich - in anderen europäischen Staaten ist etwa eine Zusatzqualifikation wie beispielsweise in der Schweiz zum geriatrischen Fachkrankenpfleger erforderlich.

Themenbereiche bei Pflegewiki dazu[Bearbeiten]

Altenpflegeheime[Bearbeiten]

Altenpflegeheime sind Pflegeeinrichtungen für ältere Personen, die zuhause nicht gepflegt werden, nicht gepflegt werden können oder nicht gepflegt werden wollen. Als gemeinsamer Wohnort mehrerer Personen sind sie wie das Altenheim oder Seniorenstift eine Form der Gemeinschafts-Unterkunft, -haushalt (statistischer Begriff), eine Institution (soziologisch). Sie unterliegen den Bestimmungen des Heimgesetzes bzw. dessen Nachfolgebestimmungen auf Landesebene. Z. B. muss der Anteil ausgebildeter Fachkräfte dort mindestens über 50 Prozent liegen.

Bundesweit leben etwa 675.000 ältere Menschen in etwa elftausend Einrichtungen (Zahlen 2006). Das sind 32 Prozent der ca. zwei Millionen nach der Pflegeversicherung pflegebedürftigen Personen in Deutschland, die von Pflegefachkräften und angelerntem Pflegepersonal rund um die Uhr betreut werden.

Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz können Pflegeeinrichtungen die Versorgung an Demenz erkrankter Menschen verbessern. Pflegeheime können für 25 Demenzerkrankte eine zusätzliche Betreuungskraft für Demenzerkrankte beschäftigen.

Ausbildung[Bearbeiten]

Die Grundlage zur Altenpflegeausbildung ist das Altenpflegegesetz.

Altenpflege als Unterrichtsfach[Bearbeiten]

"Altenpflege" oder "Alten- und Krankenpflege" gibt es als Schwerpunkt/Unterrichtsfach in der Altenpflegeausbildung.

Seit 2002 heißen die früheren "Schulfächer" Schwerpunkte. Altenpflege wird im jeweiligen "Lernfeld" mit anderen (alten) Fächern inhaltlich zusammengefasst und handlungsorientiert unterrichtet. Das Lernfeld kann von verschiedenen Personen sukzessive unterrichtet werden.

Idealerweise ergänzen sich die Themen der neben einander oder nach einander unterrichteten Schwerpunkte (Fächer). Dazu dient der Stoffverteilungsplan. Ein Stoffverteilungsplan gilt pro Lernfeld jeweils für eines der drei Ausbildungsjahre.

Nicht alle Lernfelder werden in jedem Ausbildungsjahr unterrichtet.

Altenpflege erscheint vor allem in den Lernbereichen 1 und 2.

Altenpflegeschulen[Bearbeiten]

(Liste mit Links auf Artikel und Homepages)

Fotoausstellungen zur AP[Bearbeiten]

Im Laufe der Jahre gab es eine ganze Reihe von Fotoausstellungen zu den Themen Altwerden und Pflegebedürftigkeit und zu Tätigkeiten in der Altenpflege. Hier Links zu Beispielen:

  • "Ein neuer Blick auf die Pflege" Die Fotografin Julia Baier hat die Bilder der Fotoausstellung im Mai 2008 in den Pflegeeinrichtungen der Stiftung Schönholzer Heide und des Evangelischen Johannesstifts in Berlin aufgenommen. Neben Portraits sind es oft 1-Bild-Geschichten aus dem Pflegealltag. Sparsam getextet. Aufgenommen für das deutsche Bundes-Gesundheitsministerium (Einleitungstext hier). Die Fotoausstellung wandert 2009 u. 2010 durch das Bundesgebiet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anneliese Böning et al.: "Praxisleitfaden für die stationäre Altenpflege", AOK-Verlag 2015. Inhalt ISBN 978-3-553-38300-4
  • Friederike Bremer-Roth, Friedhelm Henke u.a.: "In guten Händen, Altenpflege 1", Cornelsen-Verlag, 2005, Altenpflege Fachbuch 1, ISBN 3-464-4522-1, Arbeitsbuch-1 ISBN 3-464-45281-6, Arbeitsbuch-2 ISBN 3-464-45282-4, Berlin, 2005.
  • Frank Drieschner: Sr. Elviras Gespür für das Glück. Zwischen Fürsorge und Verwaltung - der Alltag einer Altenpflegerin. Serie: Helden von heute (1). In: DIE ZEIT Nr. 18 vom 27. 04. 2006, Seite 4.
  • Annette Riedel: Professionelle Pflege alter Menschen. Moderne (Alten-)Pflegeausbildung als Reaktion auf gesellschaftlichen Bedarf und die Reformen der Pflegeberufe. Tectum Verlag, 2007. 706 Seiten. ISBN 978-3-8288-9419-8
  • J. Korecic: "Pflegestandards Altenpflege", 4. Aufl., Springer 2005. Inhalt ISBN 978-3-540-23508-8
  • Altenpflege (Zeitschrift)
  • Manfred Engl: Altenpfleger/in - Beschäftigungsmöglichkeiten und -alternativen (Beschäftigungskompass), Edition Aumann, 2010,

ISBN 978-3-942230-00-1, 136 Seiten,http://buchzumberuf.de/

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Altenpflege heute: [1]

weblinks[Bearbeiten]

Altenpflegeexamen