Akademisierung

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Ein Zitat: "Die Robert Bosch Stiftung wertet den Trend zur Akademisierung insgesamt positiv, sieht aber gleichzeitig noch eine lange Wegstrecke, bis die Hochschulqualifizierung bei Pflegelehrern den Standard darstellt." (Vgl. PABiS.)

Mit Akademisierung wird - so auch im Zitat - in der Pflege Deutschlands eine Veränderung etwa zwischen 1990 und 2005 beschrieben: Es gibt seitdem an Fachhochschulen und Universitäten Studiengänge für Lehr- und Leitungskräfte in diesem Berufsfeld. Damit wurde in Deutschland das eröffnet, was in vielen anderen Ländern seit Jahrzehnten state of the art ist. Davor gab es Weiterbildungen für diese Aufgaben nur in nicht-akademischen Instituten. An wenigen Stellen wird in der BRD Pflegeforschung betrieben.

Akademisierung bedeutet hier nicht, dass alle Pflegenden ihre Berufs-Ausbildung an einer Hochschule absolvieren oder dort ablegen sollen.

Vergleiche: Pflegestudium.

Akademie bedeutet nicht automatisch akademisch.

Das Wort "Akademie" ist nicht für Hochschulen reserviert und rechtlich nicht geschützt, so dass es dazu kommen kann, dass außeruniversitäre oder nicht an einer Fachhochschule angesiedelte "Akademie" genannte Schulen/Institute auch im Pflegebereich Berufsausbildungen oder nicht-akademische Weiterbildungen anbieten und durchführen können.

Die Akademisierung in der Pflege wird in der Berliner-Pflegekonferenz 2016 thematisiert.