Deutsche Aids-Hilfe

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Nach dem Auftreten der ersten Aids-Krankheitsfälle um 1981 und einer auch in Deutschland beginnenden öffentlichen Diskussion wurde die Deutsche Aids-Hilfe e.V. (DAH) am 23. September 1983 in Berlin von schwulen Männern und einer Krankenschwester mit der rechtlichen Beratung eines schwulen Juristen gegründet. Ziele waren Aufklärung und Information, die Unterstützung der Kranken und das Engagement gegen die damals zu befürchtende zusätzliche Repression schwuler Lebensweisen.

Mit einem anonymen telefonischen Beratungsangebot sind die AIDS-Hilfen unter der Rufnummer 19 411 bzw. 0700 44533. + (Ortsvorwahl ohne Null) erreichbar. Ergänzt wird dies inzwischen durch Onlineberatung wie aidshilfe-beratung.de und AIDSonline.de.

Seit 1985 ist die DAH der Dachverband von etwa 120 regionalen Mitgliedsorganisationen.

Die Deutsche AIDS-Hilfe steht als kompetenter Gesprächspartner mit allen wesentlichen Hilfsorganisationen im In- und Ausland in ständigem Austausch. Zu ihr gehören zahlreiche örtliche Aidshilfe-Vereine, die HIV-positive oder an Aids erkrankte Menschen vor Ort begleiten.

Beispiel Berliner Aids-Hilfe[Bearbeiten]

Als Beispiel wird hier die Arbeit der Berliner Aids-Hilfe e.V. vorgestellt

Die fast 300 Mitglieder des Vereins unterstützen die Arbeit der 210 Mitarbeitenden und ermöglichen sie somit. Jährlich finden in der Berliner Aids-Hilfe 7.000 bis 8.000 Beratungskontakte statt, weitere 5.000 bis 6.000 am anonymen Beratungstelefon 19 4 11. Rund 6.000 Gäste nutzen die BAH-Frühstücke im Jahr. Das Café Viktoria wird sonntags und mittwochs von den „Freunden im Krankenhaus“ auf den Aids-Stationen im Auguste Viktoria-Krankenhaus als Unterstützung angeboten. 1000 Kontakte haben die 30 ehrenamtlichen „FriKs“ jährlich. Dies alles leisten rund 30 hauptamtliche (auf 15 Vollzeitstellen) und 180 ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Im Verein arbeiten HIV-Positive und -Negative, Männer und Frauen, Schwule, Lesben und Heteros.

Im Kuratorium der Berliner Aids-Hilfe e. V. sind auch viele bekannte Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kultur aktiv.

Die Berliner Aids-Hilfe ist Mitglied im Landesverband der Berliner AIDS-Selbsthilfeprojekte (LaBAS) und im Paritätischen Wohlfahrtsverband. Sie ist eine der großen Aids-Hilfen in Deutschland, die im Kreis der sechs gr0ßstädtischen Aids-Hilfen vertreten ist. Die BAH ist außerdem im Netz der europäischen Telefon-Hotlines ENAH (European Network of AIDS Helplines).

Literatur[Bearbeiten]

  • Patrick Hamm: „Auslöser – Schwule im Kampf gegen Aids seit 1983“, Deutsche Aids-Hilfe 1997

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


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