Adrenalin

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Suprarenin®, Epinephrin®
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Adrenalin ist ein Katecholamin, das im Nebennierenmark gebildet wird. Auch als Epinephrin bezeichnet. Eine 1-ml-Ampulle Suprarenin® enthält 1 mg Adrenalin. Adrenalin ist Sauerstoff und Licht gegenüber sehr empfindlich. Die Halbwertszeit von Adrenalin beträgt 1-3 Minuten.

Wann ist Adrenalin indiziert?[Bearbeiten]

  • Schock (kardiogen, septisch, anaphylaktisch)

Wirkung von Adrenalin[Bearbeiten]

Bei der Adrenalingabe überwiegt die Wirkung der β-Rezeptoren im Gegensatz zu den α-Rezeptoren. Daraus folgt eine Steigerung der Kontraktionskraft (positiv inotrop), der Herzfrequenz (positiv chronotrop) und der Erregbarkeit der Herzmuskelzellen (positiv bathmotrop).

Adrenalin führt also zur Steigerung des systolischen Blutdrucks, der Kontraktilität, des Herzzeitvolumens, der Herzfrequenz. Es senkt den diastolischen Blutdruck und führt zur Broncholyse.

Außerdem senkt es die Durchblutung der Haut, Schleimhäute und des Gastointestinaltraktes. Durch dies Effekte kommt es zu einem vermehrten zentralen Blutvolumen.

Verabreichung[Bearbeiten]

Adrenalin wird kontinuierlich über eine Spritzenpumpe und bei Bedarf als Bolus verabreicht. Trägerlösung ist hierbei NaCl 0,9%.


Gegenanzeigen[Bearbeiten]

Vorsicht / CAVE[Bearbeiten]

Adrenalin sollte nur von medizinischem Personal verabreicht werden, welches mit dem Umgang vertraut ist. Eine ausreichende apparative und klinische Überwachung sollte gewährleistet sein:

  • EKG-Ableitung
  • engmaschige oder invasive Blutdrucküberwachung
  • ZVD-Messung
  • regelmäßige Blutentnahmen auf Elektrolyte
  • engmaschige BGA Kontrollen
  • Flüssigkeitsbilanzierung

Bei hoher Dosierungen muss auf Hautschädigungen geachtet werden, da Adrenalin zur Nekrosenbildung in der Peripherie führen kann, bedingt durch die Vasokonstriktion

Gefahr eines Dekubitus bei einer hochdosierten Adrenalin -Therapie ohne regelmäßige Lagerung eines vigilanzarmen Patienten.

Adrenalin sollte wann immer möglich, nicht perpiher verabreicht werden, um die Gefahr eines Paravasat zu verringern.

Mögliche Komplikationen[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

  • Thieme Verlag: FAKTEN/Arzneimittel 2010