Abort

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Abort (lat. abortus) bedeutet Fehlgeburt, Schwangerschaftsabbruch bis zur 28. Schwangerschaftswoche, d.h. bis mehr als 12 Wochen vor dem Termin.

Eine Fehlgeburt, auch Abort (v. lat. abortus) genannt, ist als eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft mit oder ohne Ausstoßung der toten Frucht mit einem Geburtsgewicht unter 500 g und vor Beginn der 24. Schwangerschaftswoche definiert. Eine Fehlgeburt – Frühabort oder Spätabort – unterliegt, anders als die Totgeburt, nicht der standesamtlichen Meldepflicht.

Fehlgeburten aus natürlicher Ursache, als Spontanaborte bezeichnet, werden von artifiziellen Aborten, der vorsätzlichen Beendigung einer Schwangerschaft mit medikamentöser, chemischer oder anderer Unterstützung (Schwangerschaftsabbruch), unterschieden.

Fehlgeburten werden in Frühaborte (bis zur 12. Schwangerschaftswoche) und in Spätaborte (12.–24. Schwangerschaftswoche) unterteilt, wobei die Frühaborte an Zahl überwiegen. Dank Fortschritten in der Neonatologie konnte die Lebensfähigkeit der Feten außerhalb der Gebärmutter so weit gesteigert werden, dass man ab Beginn der 24. Schwangerschaftswoche von einer Tot- resp. Frühgeburt und nicht mehr von einer Fehlgeburt spricht.

Frühabort = Verschüttung 
Frucht geht ab vor der vollständigen Entwicklung der Placenta, d.h. innerhalb der ersten lg Schwangerschaftswochen.
Spätabort = Fehlgeburt 
Frucht geht zwischen der lg. und 28. Schwangerschaftswoche ab. Es wird meist zuerst die Frucht und dann die Placenta geboren.
Frühgeburt 
Vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft ab der 28. Schwangerschaftswoche.

Ursachen[Bearbeiten]

Auf Seite der Mütter[Bearbeiten]

  • Mangelnde Entwicklung des Uterus
  • Missbildungen
  • Myome
  • Verwachsungen innerhalb der Gebärmutterhöhle nach Entzündung oder Kaiserschnitt
  • mangelnder Verschluss des Gebärmutterhalskanals = Cervikalkanal
  • mangelnde Hormonproduktion und dadurch mangelhafter Schleimhautaufbau
  • [[Infektionskrankheit]en
  • schlecht eingestellter Diabetes.

Auf Seite des Keim[Bearbeiten]

  • Chromosomale Schädigung von Eizelle oder Samenzelle herstammend
  • Fehlentwicklung der Frucht
  • Blasenmole (Umwandlung der Zotten in traubenförmige Bläschen).

Es kann bei der Blasenmole zu maligner Entartung kommen Chorionepitheliom. (Der Uterus ist dabei meist vergrössert),

Symptome[Bearbeiten]

  • Bei Spätabort und Frühgeburt: Wehen.

Abortus imminens / drohender Abort[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

  • leichte Blutung
  • Gebärmutterhalskanal ist geschlossen
  • Embryo lebt

Therapie[Bearbeiten]

Abortus incompletus / unvollständiger Abort[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

  • Frucht zum Teil meist schon abgelöst und abgegangen
  • Blutung stark
  • Gebärmutterhalskanal eröffnet
  • Im Uterus sind noch Reste der Frucht verblieben, die die Blutung unterhalten.

Therapie[Bearbeiten]

  • Wehenmittel
  • Auskratzung = Curettage.

Abortus completus / vollständiger Abort[Bearbeiten]

Symptome[Bearbeiten]

  • Frucht vollständig abgegangen
  • Blutung steht oder ist nur noch ganz schwach
  • Der Cervikalkanal schließt sich nach einigen Tagen.

Komplikation[Bearbeiten]

  • Bei allen Stadien kann es zu Fieber kommen, besonders gehäuft bei nicht legaler Schwangerschaftsunterbrechung.
  • Unkomplizierter, fieberhafter Abort, bei dem die Entzündung auf die Gebärmutter beschränkt bleibt.
  • Komplizierter, fieberhafter Abort, bei dem die Entzündung auf die Eileiter (Adnexitis) und den Gebärmutterhalteapparat übergreifen kann.
  • Übergreifen der Entzündung auf das Bauchfell im kleinen Becken oder auf das gesamte Bauchfell (Peritonitis).
  • Septischer Abort mit Blutvergiftung.
  • Als Spätfolge Sterilität.

Therapie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]