Behandlung im Ablauf

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Allgemeines[Bearbeiten]

Behandlung im Ablauf ist ein Prinzip in der Notfallmedizin (im präklinischen wie auch klinischen Bereich), dass beim Erkennen eines lebensbedrohlichen Problems zunächst dieses behandelt wird, bevor man im Ablauf der Behandlungslinie zum nächsten Punkt geht. Englisch heißt das prägnanter „Treat first what kills first“ (etwa mit erst behandeln, was zuerst zum Tod führt zu übersetzen). Hierbei wird nach den Prioritäten gegangen, die zur Aufrechterhaltung des Kreislaufes relevant sind.


Das ABCDE-Schema[Bearbeiten]

Das ABCDE-Schema steht für englische Ausdrücke des Vorgehens:



A

Airway - Atemwege

offen und sicher?; gefährdet?; verlegt?


B

Breathing - Belüftung

Atemfrequenz; Atemarbeit (Exkursion des Thorax - gleichmäßig?); Atemzugvolumen; Oxygenierung (SpO²); Atemgeräuasche


C

Circulation - Kreislauf

Herzfrequenz (Puls); Blutdruck; Rekapilationszeit; 12-Kanal-EKG; Vorlastzeichen (gestaute Halsvenen usw.)


D

Disabiliity - Defizite (neurol.)

Bewusstseinszustand (GCS); Vigilanzveränderungen?; Pupillenstatus und -reaktion; Blutzucker; neurol. Auffälligkeiten, etwa Hämiparese, usw.


E

Exposure - Entkleiden, Erkunden, Erwärmen

Entkleiden und Untersuchung auf Blutungsquellen, Hämatome, Prellmarken, Instabilität des Thorax, Becken, Oberschenkel; Wärmeerhalt; AMPEL (Allergien; Medikamente; Patientengeschichte (Klinikaufhalte, OP's, Narkosevergangenheit, ...); Ereignis - aktuelle Geschehnisse, welche zu den aktuellen Beschwerden geführt haben; Letzte Mahlzeit, Stuhlgang, ggf. Geschlechtsverkehr)



Literatur[Bearbeiten]

  • Bouillon, B: Klinische Erstversorgung, Schockraummanagement, Orthopädie und Unfallchirurgie up2date 1-2006; 77–94.
  • Helm, M u. a.: Advanced Trauma Life Support®, Ein Ausbildungskonzept auch für Europa!, Anaesthesist 56: 1142–1146 (2007)

Siehe auch[Bearbeiten]