3.2 Führungsstile

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Definition: Grundsätzlich versteht man unter Führungsstil, wie ein einzelner Vorgesetzter seine Mitarbeitenden führt - auf seine spezielle Art. Die Theorie über Führungsstile ist komplex und entwickelt sich immer noch weiter. Einige Wissenschafter haben die Theorie der Führungsstile entscheidend beeinflusst, z.B. Kurt Lewin, Horst-Jochim Rahn und Max Weber.

Den Führungsstil kann man nicht genau definieren und welcher Führungsstil zum Erfolg führt, ist nicht immer erklärbar. Seine Ziele und einzelne Aspekte des Umgangs miteinander kann man aber gut einordnen.

Häufig: Man unterscheidet drei Führungsstilmodelle:[Bearbeiten]

1. Autoritärer (autokratischer) Führungsstil

2. Kooperativer Führungsstil

3. Laissez-Faire-Führungstil

Punkt 1. der autoritäre (autokratische) Führungsstil

Motto: Derjenige, der führt, hat als Einziger die Übersicht und die richtigen Lösungen. Es tritt das „Top-down Prinzip ein“. Bei diesem Führungsstilmodell kommt es oft zu einem angespannten Klima in der Arbeit. Mitarbeiter verhalten sich passiv, angepasst und unselbstständig, können sich nicht entfalten. Das Kreative und Produktive bleibt auf der Strecke. Die Führungskraft muss sich behaupten können und Kontrolle übernehmen, dann können auch gute Ergebnisse erzielt werden.

Punkt 2. Kooperativer Führungsstil:

Dieser Führungsstil baut auf Kommunikation und Teamarbeit auf. Der Respekt unter Mitarbeitern und Führungskräften steht im Vordergrund. Das sach- und termingerechte Erreichen der Ziele wird gemeinsam angestrebt. Kurz gesagt, alles wird zusammen erarbeitet, Ideen werden nicht ignoriert, sondern sie werden besprochen und ausgearbeitet von jedem.

Punkt 3. Laissez-Faire-Führungsstil:

Der Führungsstil, der keiner ist. Motto: „Es passiert, was passieren muss und es ist das Richtige“. Die Führungskraft ist lustlos, unpersönlich und nimmt keine Anteilnahme an Erwartungen, Bedürfnissen und Problemen. Mitarbeiter, die alles so nehmen, wie es ist, und nicht nach Erfolg streben, sind der Führungskraft am liebsten. Dadurch sind die Mitarbeiter unmotiviert, unkreativ, verlieren mit der Zeit jede Lust am Beruf, werden manchmal sogar depressiv und denken, dass sie arbeiteten nur um Geld zu verdienen. Sie sind sehr unzufrieden und quälen sich jeden Tag durch die Arbeit.

"Führungsstile" im Krankenhaus[Bearbeiten]

Der im Mittelpunkt stehende Patient hat das unabdingbare Anrecht auf eine präzise, wenn erwünscht, klar definierte Diagnose von Seiten der Ärzte und die bestmögliche auf ihn individuell abgestimmte professionelle Pflege. Im Krankenhausalltag bedeutet das für das Pflegepersonal, täglich mit neuen zwischenmenschlichen Aufgaben konfrontiert zu sein. Die Aspekte der Ganzheitlichkeit, also Körper, Geist und Seele müssen im Pflegeprozess gleichermaßen berücksichtigt werden.

Ohne Anweisungen von einem Arzt dürfen keine Medikamente verabreicht werden. Der Arzt nimmt eine wichtige Führungsposition ein und übernimmt durch das Diagnostizieren von Krankheit eine relativ hohe Verantwortung.

Wenn man sich als Patient in einem Krankenhaus aufhält und praktisch durch Krankheit in den ATL (alltägliche Lebensaktivitäten) eingeschränkt ist, kann ein Gefühl von Abhängigkeit entstehen. Für Pfleger/innen ist es deshalb wichtig, den Patienten zwar bestmöglichste Unterstützung zu geben, ihn jedoch nicht in seiner noch vorhandenen Selbstständigkeit einzuschränken.

Siehe auch[Bearbeiten]